AdSense und Opt-In: Google hat Klage am Hals

Mittwoch, 23. April 2008 | Von: | Kategorie: Google AdWords | 0 Kommentare

Der eigenartige Umgang Googles mit Opt-In-Mechanismen im Zusammenhang mit Google AdSense (kürzlich eher zwinkernd dargestellt) hat inzwischen tatsächlich juristische Folgen, wie CNNMoney.com berichtet:

An advertiser sued Google Inc. in federal court Tuesday claiming the company deceived him and charged for ads displayed on third-party Web sites, even though he left blank an “optional” box that seemed to address the issue.

Der Kläger hatte im Buchungsprozess die Option «CPC-Content-Gebot», die auch als optional deklariert wird, leergelassen und irrigerweise gedacht, damit die Werbung im Content-Netzwerk von Google verhindert zu haben:

CPC-Content-Gebot

Tatsächlich aber kann der Werbekunde an dieser Stelle nur festlegen, ob er fürs Content-Netzwerk ein anderes Klickgebot als fürs Suchnetzwerk definieren will. Die Schaltung der Anzeigen im Content-Netzwerk hingegen kann nur in den Kampagneneinstellungen verhindert werden, die man im Rahmen des Buchungsprozesses gar nicht erst zu Gesicht kriegt:

AdSense-abstellen

Der Kläger namens David Almeida hat sich der Dienste eines Anwalts namens Kabateck versichert, der 2006 im Fall Lane’s Gifts vs. Google bereits ein bisschen Geld verdiente.

Wie aussichtsreich die Klage ist, kann ich mangels so allerlei überhaupt nicht beurteilen. Aber stänkern kann ich: Ich habs schon lange gesagt.

Google AdSense und die Opt-In-Sache

Freitag, 28. März 2008 | Von: | Kategorie: Google AdWords, Web Analytics | 0 Kommentare

Als in Google Analytics kürzlich das Data Sharing Feature lanciert wurde, gabs Diskussionen, auch hierzulande, und die Art und Weise, wie Google dabei den Opt-In-Prozess gestaltet, wurde schon mehrfach mit spitzer Feder aufgespiesst.

Dass Google zum Thema Opt-In ein unverkrampftes Verhältnis hat, ist bekannt: Wer etwa eine AdWords-Kampagne bucht, wird kommentarlos via AdSense ins Content-Netzwerk geschoben. Beim Buchungsprozess selber wird das weder zur Wahl gestellt noch erwähnt, korrigieren kann mans erst hinterher: AdSense funktioniert nämlich nach dem Opt-Out-, nicht nach dem Opt-In-Prinzip.

Allerdings sollte man Google darob nicht böse sein: Das Deaktivieren des Content-Werbenetzwerks hat immerhin Unterhaltungswert. Die entsprechende Checkbox (zu finden in den Kampagneneinstellungen) sieht noch ziemlich harmlos aus, nämlich so, wie Checkboxes halt aussehen:

google-checkbox.jpg

Klickt man aber drauf, wird – hoppla! – Grosswarnung ausgelöst:

Google AdSense: Warnung nach Deaktivierung

Flächenverhältnis zur Checkbox: 940 zu 1.

 
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