Brands gehören zu den meistgesuchten Begriffen in Google überhaupt: Sei es aus Navigationsfaulheit, aus Adressunsicherheit («Wie lautet die URL von Kühne & Nagel schon wieder?») oder aus Informationsbedürfnis: User tippen Brands in grosser Zahl in Google ein – oftmals sogar häufiger als generische Begriffe:

Grund genug also, seinem Erscheinungsbild in Google ausreichend Pflege angedeihen zu lassen. Doch das geschieht bloss selten – man vergleiche nur mal die Einträge der Roche-Gruppe und von Jelmoli:

Im Rahmen einer Studie haben wir nun untersucht, wie sich die 100 grössten Schweizer Unternehmen in Google präsentieren und haben dabei eine ganze Reihe von Kriterien überprüft und bewertet:
- Qualität von Trefferüberschrift und -beschreibung
- Vorhandensein und Qualität von Sitelinks
- Branded AdWord – gebucht oder nicht?
- Markenschutzaspekte
- Drittinhalte: Kritische Blog Posts, negative News Headlines, Links zur Konkurrenz
Das Ergebnis ist einigermassen ernüchternd:
- 4 der 100 grössten Schweizer Unternehmen tauchen bei der Suche nach ihrem Brand nicht einmal auf Platz 1 auf.
- 6 Unternehmen erwähnen ihren Brand im Pagetitle nicht (s. obiges Roche-Beispiel).
- 10 Unternehmen geben sich damit zufrieden, dass ihre Trefferbeschreibung aus dritter Quelle stammt (nämlich DMOZ) statt von ihnen selber.
- Nur gerade 13 Unternehmen ergreifen die Gelegenheit, ihren Brand zusätzlich via AdWord zu positionieren.
- 66 Unternehmen liefern in der Trefferüberschrift keinerlei Informationen zu ihren Dienstleistungen und Angeboten.
- 32 Unternehmens-Websites weisen eine so unklare Struktur auf, dass Google keine Sitelinks definieren kann.
Testsieger: Die Basler Kantonalbank.

Testverlierer: Die Banca della Svizzera Italiana (wer findet sie im folgenden Screenshot?).

Die Zusammenfassung der Studie lässt sich kostenlos herunterladen, die Vollversion kann zum Preis von CHF 150.- plus MWST. bezogen werden.
Und als kleiner Sneak-A-Peek hier noch die dazugehörige Präsentation:
