Gratis in Google dank Yellow Publishing Ltd.?

Freitag, 12. März 2010 | Von: Lukas Stuber | Kategorie: Google allgemein, Off Topic, Online Marketing | 0 Kommentare

Ich kann mich noch gut an die Wochen nach der Gründung unserer Firma erinnern: Stapelweise schleppte der Pöstler Einzahlungsscheine von Verzeichnisschwindlern an, die mit handelsregisterartigem Anstrich von unserem jungunternehmerischen Drive zu profitieren trachteten.

Im Internet gibts das natürlich auch. Hier wollen die Schelme allerdings nicht mit dem Handelsregister verwechselt werden. Sondern mit Google. Besonders hartnäckig: Die Yellow Publishing Ltd. Eine Website führen die Leute nicht, aber sie schicken uns  – und nicht nur uns – mit schöner Regelmässigkeit ein Fax mit einem tollen Angebot:

«Datenmeldung an www.google.ch». Beizeile: «Ohne zusätzliche Kosten für registrierte Unternehmen.»

Yellow Publishing Ltd.: Datenmeldung an www.google.ch

Nun gut, ein Eintrag bei Google kostet zwar sowieso nix, aber dafür beschert mir das Fax auch kaum Arbeit: Ich muss bloss meine Unternehmensdaten sowie die Suchbegriffe eintragen, mit denen ich gefunden werden will. Nur: Mit jenen Suchbegriffen werde ich anschliessend nicht unbedingt bei Google gefunden, aber dafür im bekannten und beliebten Verzeichnis namens made-in.cc. Und das kostet im Unterschied zum Google-Eintrag happig Geld: CHF 2’136.-, mindestens.

Zwar suggerieren sowohl die oben zitierte Beizeile als auch ein fettgedrucktes «kostenfreie Zusatzleistung» im kleingedruckten Lead (wo keineswegs fett auch steht: «Diese Anmeldung ist kein Angebot der Google Inc.»), die Dienstleistung sei gratis. Doch ganz unten, in einem grossen Textblock mit vielen kleinen Buchstaben, verbirgt sich folgende Information:

Yellow Publishing Ltd.: Das Kleingedruckte

«[Das Unternehmen] (…) erteilt hiermit den Auftrag zur Weitergabe der relevanten Informationen an Google und zur Eintragung dieser Daten in das Online-Branchenverzeichnis www.made-in.cc.» Und weiter: «[Die Eintragung] erfolgt für eine fest vereinbarte Vertragslaufzeit von 2 Jahren zu einer Gebühr von SFR 89.- per Monat. (…)».

Vielen Dank auch. Die beiden Tausender bezahle ich also für den Eintrag in made-in.cc. Dessen Claim lautet «for transparency», und die potemkin’sche Website macht sogar was her. Der Google-Eintrag hingegen, der ist tatsächlich gratis. Also ganz so wie versprochen. Man muss bloss richtig lesen.

Wie justiziabel sowas ist, weiss ich nicht, aber immerhin verurteilte das Bundesgericht letzten Oktober eine geistige Schwester der Yellow Publishing Ltd.

Directories übrigens hat dankenswerterweise eine Liste von bekannten Adressbuchschwindlern publiziert, Yellow Publishing Ltd. inklusive – und in deren Fall prüfe Google, gab Sprecher Matthias Graf vergangenen Januar zu Protokoll, rechtliche Schritte.

Google Suggest: Wohin führt der Bauchnabel?

Donnerstag, 8. Oktober 2009 | Von: Lukas Stuber | Kategorie: Google allgemein, Off Topic | 0 Kommentare

Warum setzen gewisse Ärzte Maden in Wunden? Wo ist Spongebob? Wozu Literatur? Wohin führt der Bauchnabel?

Für diese und andere zentralen Fragen der Menschheit ist Google Anlaufstelle Nummer 1 geworden, und dank Google Suggest, seit April in der Schweiz aktiv, lässt sich bestens mitverfolgen, was die Menschen umtreibt: In die Vorschlagsliste gelangen nur Suchabfragen mit einer gewissen Popularität. Und wie das letzte Beispiel zeigt, kann man Googles Suchfeld nicht nur zur Suche verwenden, sondern um eine Message loszuwerden…

Viel Spass, und weitere Fundstücke sind herzlich willkommen.

Warum…

Google Suggest: Warum...

Wo ist…

Google Suggest: Wo ist...

Wozu…

Google Suggest: Wozu

Wohin führt…

Google Suggest: Wohin führt...

Google ist…

Google Suggest: Google ist...

Google und der Datenschutz

Freitag, 24. April 2009 | Von: Lukas Stuber | Kategorie: Google allgemein, Off Topic | 3 Kommentare

Die Printmedien haben den Begriff der «Datenkrake Google» prima verankert (eins, zwei, drei). Selbst der Eidgenössische Datenschutzbeauftragte verwendet ihn. Dabei ist das Thema schlicht zu bedeutend, als dass man es mit so monströsen Begriffen erwürgen dürfte.

[UPDATE, 7.5.2009: Der Datenschutzbeauftragte hat geantwortet]

Wann immer bei Referaten oder Schulungen die Frage gestellt wird, was denn von diesem Datenkraken-Vorwurf zu halten sei (gerade kürzlich wieder passiert, deshalb komme ich darauf), gebe ich ein paar beruhigende Geräusche von mir und verweise abschliessend darauf, wer «Datenkrake» schreie, gebe in der Regel via Facebook viel Bedenklicheres preis, ganz ohne Privacy-Ängste.

Das Argument ist immer ein Winner: Die Zuhörerschaft schmunzelt zustimmend, und man kann flott zur nächsten Frage übergehen. Aber es ist – ich gebs zu – gar nicht von mir (von Google schon gar nicht), sondern bloss denkfaul nachgeplappert. Als ichs das letzte Mal gebracht hatte, setzte plötzlich – davor ist man ja nie ganz gefeit – ein Denkprozess ein, an dessen Ende die Diagnose stand: Dieser Facebook-Verweis ist eigentlich billig und zynisch.

Denn Google sammelt Daten im grossen Stil, schafft damit unausweichlich Gefahren, und diesen Gefahren müssen Google und Gesetzgeber Rechnung tragen. Punkt. Ob ich meinen nackten Hintern in Facebook zu präsentieren beliebe oder nicht, ändert daran nicht das geringste. Dazu kommt – und darin liegt der Zynismus des Facebook-Arguments – dass ich immer noch selber entscheiden kann, wie blöd ich mich auf Facebook gebärden will; was aber Google mit meinen Such-, Mail-, AdWords-, Traffic- und anderen Daten anstellt, ist meiner Entscheidung weitgehend enthoben.

Googolopoly board 500px

Die Krakenangst generiert auch Kreativität: «Googolopoly», das herunterladbare Brettspiel von box.net.

Die beliebtesten Schreckensszenarien lassen sich problemlos googlen und sollen hier nicht aufgewärmt werden, aber die reine Menge von Google Services (der Google Services Guide nennt nicht weniger als 126) sowie die damit generierbaren Daten (SEOmoz hat im Juni 2008 die Sache mal auf 9 A4-Seiten aufgelistet) sind beeindruckend.

Google ist nicht böse – reicht das?

Dabei soll nicht jenen das Wort geredet werden, die Google für grundsätzlich böse halten. Das tue ich keineswegs. Aber ich finde, die gängigen Argumente, weshalb von Google keine Gefahr ausgehe, schaden der Datenschutzdiskussion nicht weniger als der pauschale Krakenvorwurf. Und zwar weil sie zu kurz greifen.

Erstens: «Google muss sich an Gesetze halten.»

Gewiss – und zwar an jene des jeweiligen Landes: Im Internet gilt das Prinzip der Territorialität. Aus der Schweiz heraus lässt sichs da bequem argumentieren: Wir geniessen den Schutz eines Rechtsstaats. Der ist aber nicht gegeben, sondern eine historisch gesehen blutjunge Errungenschaft, in deren Genuss zudem nur ein Teil der Erdbevölkerung kommt. In China beispielsweise hat ein Google-Konkurrent durchaus schon mal mithelfen müssen, einen Dissidenten zu enttarnen und ins Gefängnis zu bringen, Privacy Policy hin oder her.

Der Verweis auf die Gesetze ist deshalb nur so gut wie die Gesetze (und deren Einhaltung) selber.

Zweitens: «Google hat kein unternehmerisches Interesse daran, mit den Daten Schindluder zu treiben.»

Stimmt, hat es nicht: Datenschindluderei würde zu Vertrauens-, User- und Umsatzverlust führen, was in einer Branche, bei der die Konkurrenz gerade mal einen Klick entfernt ist, ziemlich schnell gehen kann.

Dennoch ist dieses Argument nicht wirklich beruhigend:

  • Es soll durchaus schon vorgekommen sein, dass Unternehmen Entscheidungen getroffen haben, die nicht in ihrem Interesse lagen, sondern im Gegenteil. Nur weil etwas dumm ist, wirds noch lange nicht vermieden.
  • Datenschindluderei kann geschehen, ohne dass die Öffentlichkeit davon etwas mitkriegt. Kleines, rein spekulatives und zufälliges Beispiel: Google steigt dieser Tage ins Venture-Capital-Geschäft ein und holt sich so einen Interessenskonflikt mit dem Kerngeschäft ins Haus. Soweit die Fakten. Spekulation: Wer würde es schon bemerken, wenn die von Google Venture mitfinanzierten Unternehmen vom Ranking-Algorithmus bevorzugt würden oder Business-Daten der Konkurrenz – etwa aus Google Analytics extrahiert – unter dem Tisch rübergereicht erhielten? Ich glaube nicht, dass Google das tun wird. Aber ich weiss, dass es grundsätzlich möglich und kaum zu kontrollieren wäre.

Drittens: «Wer nichts Unrechtes tut, hat sowieso nichts zu befürchten.»

Ein oft gehörtes und zweifellos strohdummes Argument. Erstens stimmt auch das nur im Rahmen eines Rechtsstaats einigermassen, der nach demokratischen Prinzipien festlegt, was Recht und Unrecht sei; zweitens verneint dieses Argument das Recht auf Privatsphäre und somit ein zentrales Element just jener Rechtsstaatlichkeit, auf der es überhaupt erst fusst; und drittens können Unternehmen und Individuen mittels Datenmissbrauch selbstverständlich übervorteilt werden, ohne ein Unrecht begangen haben zu müssen.

Datensammlungen verbessern das Web

Letztlich kann man den Begriff der Datenkrake zwar für übertrieben polemisch halten, aber am Sachverhalt ändert das nichts: Google verfügt über einen Datenschatz, mit dem irgendein Dr. Evil so mancherlei anzustellen wüsste.

Gleichzeitig ist es ohne Zweifel so, dass Google das Web zu einem besseren Ort gemacht hat – gerade dank der Datensammlerei. Und das weist darauf hin, dass die Gefahr strukturell bedingt und nicht von Google geschaffen ist: Das Internet funktioniert nunmal bedeutend besser, wenn ich andere Unternehmen mit meinen Daten arbeiten lasse. Besorgte User und Firmen stehen somit vor einer Alternative, die keine ist: Entweder überantworten sie Daten in mehr oder minder grossem Ausmass Dritten wie Google und hoffen, dass dank Gesetzen, Datenschutzbestimmungen und Unternehmensinteressen nichts schiefgeht – oder sie verzichten aufs Internet, was aber gar nicht mehr möglich ist.

Die Angst vor der Datenkrake lässt sich also nicht wegargumentieren, mit Facebook-Verweisen schon gar nicht. Den einzigen Schutz vor Missbrauch dürften in der Tat die Gesetzgebung und die demokratisch zu legitimierende, aber schwer zu bewerkstelligende Kontrolle bieten. Doch da die Gesetzgebung stets nur reagieren kann und der entsprechende Time Lag in einem so dynamischen Gebiet wie dem Internet gross sein muss, hechelt der Gesetzgeber stets hinter der Realität her: Im Vergleich mit dem Internet rennt der Gesetzgeber auf einem Bein.

EDÖB: Liegt die Verantwortung beim User?

Interessant ist auch, was der Eidgenössische Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragte (EDÖB) kürzlich auf seiner Website publiziert hat: Unter dem Titel «Informationen und Tipps zum Umgang mit Suchmaschinen» finden sich die wichtigsten allgemeinen Richtlinien, die es beim Umgang mit Suchmaschinen zu beachten gilt, wenn man sich von vornherein ein bisschen schützen möchte. Was aber nicht auf der Website steht: wie die Eidgenossenschaft sicherstellt, dass der Datenmissbrauch unterbleibt. Auch hier also, im Rahmen amtlicher Publikationen, scheint man die Verantwortung in erster Linie beim User zu platzieren – und folgt damit dem Muster des Facebook-Arguments.

Per Kontaktformular fragte ich den EDÖB (der im Zusammenhang mit Google Street View nicht überall gut weggekommen ist), wie ers mit Google denn so halte. Eine Antwort steht bislang aus. Falls sie folgt, werde ich sie gerne nachliefern. Die Antwort findet sich in den Kommentaren [EDIT, 7.5.2009].

Ich befürchte aber, dass mans drehen und wenden kann wie man will: Ganz zuletzt reduziert sich die Frage wohl auf ein moralisches Konzept, das schon beim Start des Web 1.0 uralt war (solche Dinge gibts), sich nur zu oft als total unzuverlässig erwiesen hat, und von dem man bloss hoffen kann, dass es Google («Don’t be evil») anwendet:

Anstand.

MusicStar: Viva la Grischa?

Mittwoch, 4. März 2009 | Von: Lukas Stuber | Kategorie: Google AdWords, Off Topic | 2 Kommentare

Wir atmen auf: Nach der Fehlprognose zur vorletzten Sendung haben wir diesmal immerhin Michael Lascar auf dem Abflugticket gehabt, der dank ÖV in der Sendung verblieben ist.

Deshalb legen wir uns die Latte diesmal wieder höher und prognostizieren konkret und ohne Wenn und Aber einen einzigen Namen: Florina.

Zunächst aber mal ein kleiner Vergleich zwischen Google Queries pro Tag und den Sendeterminen. Frappant, wie sich ausbleibende oder einsetzende Aufregung auch in der Google-Tätigkeit der Zuschauerschaft niederschlägt:

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Und als nächsten Namen in der Sprechblase sehen wir – wie erwähnt – Florina. Aus dem StarRank dieser Woche (bei dem ausgerechnet Jenny als allererste eine volle 10.0 kriegt) wird das nicht sofort ersichtlich:

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Aber Florina leidet in Sachen StarRank ganz klar an einem Negativtrend, während Michael Lascar stetig steigt und Noëlla wenigstens stabil bleibt. Interessant auch Raquels Aufstieg:

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So. Und da sage noch einer, Google AdWords taugten nicht zur Marktforschung.

Google und die Printmedien

Dienstag, 3. März 2009 | Von: Lukas Stuber | Kategorie: Google AdWords, Off Topic, Online Marketing | 1 Kommentar

Seit kurzem blendet Google auf news.google.com Textanzeigen ein.

Aha.

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[Screenshot via cnet news]

Auf den ersten Blick nur logisch. Auf den zweiten Blick ists ein weiteres Kapitel der unschönen Geschichte zwischen Verlegern und Google.

Google News ist schon lange Ziel von Verlegerkritik: In Belgien beispielsweise nahm die Sache ein juristisches Ende (und zwar zu Googles Ungunsten); hierzulande wurde der Verband Schweizer Presse zornig, desavouierte sich aber dummerweise selber, da er mit Muskeln spielte, die er gar nicht hat («Google hat Angst vor uns»); und in Deutschland platzte ob diesem Thema kürzlich Hubert Burda der Kragen.

Gratis-Traffic steigert nicht zwingend die Einnahmen

Google kontert jedesmal cool, mit Google News sorge man ja schliesslich für Gratis-Traffic auf den Portalen der Verlage. Völlig richtig – doch zugleich können die Verlage ihren Traffic immer schwerer monetarisieren. Und daran ist, zumindest aus Verlegersicht, eben Google schuld: Während Search Marketing vor allem mit AdWords munter wächst, ist in den USA Display-Werbung, mit der sich die Verlage ihre Online-Mühen refinanzieren wollen, im Jahr 2008 geschrumpft, zum ersten Mal in dieser Dekade. Während man also mit Google News Gratis-Traffic liefert, absorbiert man mit Google AdWords die Gelder, die diesen Traffic erst interessant machen würden.

Burdas Kragenplatzer ist so gesehen völlig berechtigt: Der Erfolg von Googles Werbemodell entzieht den Verlagen die Grundlage, auf der sich online etwas Schlaues machen liesse. Sicher: das liegt eher an der wackligen Grundlage als am bösen Google, das letztlich ja nichts anderes getan hat, als ein hochüberlegenes Online-Marketing-Modell zu entwickeln. Aber diese Grundlage auszutauschen braucht Zeit – und genau die galoppiert den Verlagshäusern angesichts erodierender Werbeeinahmen davon.

Ohne Content kein Google

Bleiben hier die Lösungen aus, sind letztlich nicht nur die Verlage die Leid tragenden. Sondern auch Google selber. Denn wenn die Verlage unter anderem Googles wegen ihre Online-Bemühungen einstellen, gibts weniger Qualitätscontent, den Google aggregieren könnte, worauf Google als Plattform für die User uninteressanter wird. Folge: Die Werbekunden wandern ab, und Google serbelt. Grund des Scheiterns: zu viel Erfolg.

Übertrieben? Vielleicht. Doch auch Google selber stellt ohne Zweifel Überlegungen in diese Richtung an. Das Gerücht, Google wolle die New York Times kaufen, machte bereits die Runde, wurde aber schnell dementiert. Im Zusammenhang mit dem Einstampfen von Google Print Ads aber versprach Google etwa:

«We remain dedicated to working with publishers to develop new ways for them to earn money.» [Quelle]

PPC mal andersrum: Google bezahlt die Verlage pro Klick

Dass jetzt AdWords auf news.google.com laufen, geht eigenartigerweise in die genau entgegengesetzte Richtung. Denn um zu verhindern, dass die Konkurrenz den Google News Traffic kriegt, wird man ihn dort mit AdWords vorsorglich wegkaufen müssen, ohne ein tragfähiges Business-Modell hintendran zu haben.

Da kann auch Google nicht helfen: «I wish I had a brilliant idea, but I don’t», gibt Schmidt zu. Und wenn nichtmal Google was Brilliantes einfällt – wem dann?

Vielleicht könnte Google ja mal sein PPC-Modell auf den Kopf stellen und für jeden Klick, der auf Google News passiert, dem angeklickten Verlagshaus ein paar Rappen bezahlen. Denn wie sagte Eric Schmidt anlässlich der NYT-Gerüchte:

«The good news is [...] we have the cash.»

MusicStar: Bitte etwas Disziplin!

Mittwoch, 25. Februar 2009 | Von: Lukas Stuber | Kategorie: Google AdWords, Off Topic | 0 Kommentare

Finanzkrise, durchlöchertes Bankgeheimnis, Gölä verlässt MusicStar: Wo soll das alles enden? Die letztgenannte Katastrophe hätte sich zudem leicht vermeiden lassen: wenn sich die fernsehende Schweizer Bevölkerung nämlich an unseren StarRank gehalten hätte.

Aber im Unterschied zu Gölä können wir verzeihen: Wir geben dem TV-Publikum nochmals eine Chance.

MusicStar: StarRank Woche 4

Insgesamt wurden die Sängerinnen und Sänger dank der Wirren der letzten Sendung wieder vermehrt gegoogelt, und zwar um mehr als 40%. Vor allem die ausgeschiedene Gioia – viel nützt es ihr nicht – wurde plötzlich viel öfter gesucht.

Ganz klare Gewinnerin der letzten Woche: Raquel – sie legte bei Google ebenfalls stark zu, und zudem kriegte sie am meisten neue Facebook-Fans. Etwas abgesetzt vom Strichkampf hat sich Katharina.

Ganz hinten tummeln sich weiterhin Noëlla und Michael Lascar, während Florina als einzige der verbliebenen mit Aufmerksamkeitsschwund kämpft.

So. Das unsere drei Namen der Woche. Wir bitten diesmal um mehr Disziplin beim voten.

MusicStar: Beginnt Katharina zu wackeln?

Mittwoch, 18. Februar 2009 | Von: Lukas Stuber | Kategorie: Google AdWords, Off Topic | 5 Kommentare

[Update, 23.2.09: Viel weiter hätten wir diesmal gar nicht mehr danebenliegen können... Offenbar fährt man als Kandidat im Mittelfeld am besten. Werden wir bei zukünftigen Prognosen  - die nächste ist am 25.2. fällig - berücksichtigen...]

Unsere Prognose von letzter Woche war ein Volltreffer: wir benannten 3 Wackelkandidaten, 2 davon landeten tatsächlich vor der Jury. Zugegeben: Diese Treffsicherheit erstaunte sogar uns selber…

Ermutigt schreiten wir deshalb in Sachen populärkultureller Marktforschung voran und orakeln: Nächstes Mal müssen Michael Lascar und Katharina aufs Friendship Ticket hoffen.

Katharina? Die, die tatsächlich singen kann? Ja, die. Zwar liegt der StarRank von Nöella noch hinter jenem von Katharina, aber Noëllas Aufwärtstrend bei Google und Facebook ist unübersehbar. Katharina hingegen ist gerade bei den Google-Suchen massiv abgerutscht. So wie MusicStar insgesamt: Im Vergleich zur Vorwoche wurden die Kandidatinnen und Kandidaten um 34% weniger oft gegoogelt.

Hoffentlich gehts den Einschaltquoten nicht gleich…

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MusicStar: Noëlla in Gefahr

Dienstag, 10. Februar 2009 | Von: Lukas Stuber | Kategorie: Google AdWords, Off Topic | 2 Kommentare

Wöchentlich erhebt Angelink yourposition die Popularität der MusicStar-Kandidatinnen und -Kandidaten. Basis: Anzahl Google-Suchen und Anzahl Facebook-Fans – beide Werte bilden gemeinsam den «StarRank», der zufälligerweise zwischen 0 und 10 liegt.

Nach Sendung #2 rausgeflogen: Dimitri, trotz seinem dritten Platz im StarRank. Doch das ist wenig erstaunlich: Puppen zu hängen bringt zwar Google-Power, aber kaum Facebook-Fans. Derzeit in Front: Leonardo. Am meisten gefährdet: Noëlla, Michael Lascar und – erneut – «Büsi» Michelle.

MusicStar: StarRank (Woche 2)

Stay tuned.

MusicStar: Wer wird am meisten gegoogelt?

Montag, 2. Februar 2009 | Von: Lukas Stuber | Kategorie: Google AdWords, Off Topic | 0 Kommentare

musicstar

Daumendrücken für Nachwuchstalente namens Lazzy, Flo oder Büsi, fremdschämen bei «Leider nein», Desinteresse heucheln und heimlich reinzappen: Es ist wieder «MusicStar»-Zeit.

Ein Ereignis, dem sich auch Angelink yourposition nicht entziehen kann: Seit heute Montag, 2.2.2009, verfolgen wir mit ausgeklügelten Methoden des modernen Marketings, wer die besten Chancen hat, MusicStar #4 zu werden und bekennen uns so zur Förderung der singenden Schweizer Jugend.

Via AdWords-Kampagne nämlich ermitteln wir in den kommenden zwei Monaten:

Welcher MusicStar wird am meisten gegoogelt?

Woche für Woche werden wir somit glasklar prognostizieren können, wer rausfliegt.

Stay tuned.

Google rettet Leben

Freitag, 5. September 2008 | Von: Lukas Stuber | Kategorie: Google allgemein, Off Topic | 0 Kommentare

google-baelleBei Google.com gibts eine Web Page, die wahrscheinlich kaum je besucht wird, obwohl sie viel zu bieten hat: Die Seite mit den Testimonials.

Dort erzählen begeisterte und dankbare Nutzerinnen und Nutzer von Abenteuern, die dank Google ein gutes Ende gefunden haben. Da ist etwa der 34-jährige Terry, der erst via Google seinen leiblichen Vater kennengelernt hat. Oder Jaytes Zwergdackel, der nur dank Google vor dem sicheren Erstickungstod gerettet worden ist. Oder Mike, der der festen Überzeugung ist, seinen Kindern dank Google ein besserer Vater zu sein.

Mein persönlicher Favorit aber ist Ann, deren Bericht mit der wuchtigen Zeile anhebt:
«Google may well have saved my life.»

Denn es begab sich in Albany im Staate New York, dass Ann eines Abends, als sie mit ihren Söhnen nach Hause spazierte, einen wachsenden Druck in der Brust verspürte. Und Ann tat, was vernünftige Menschen in dieser Situation tun: Sie rannte heim und googelte.
«immediately, upon arriving home, I went to Google and typed in ‘heart attack.’ I kept thinking, ‘you only have minutes…’»

Die Fundstellen bestätigten ihr den schlimmen Verdacht: In der Tat erlitt Ann in diesem Augenblick eine Herzattacke! Sie raste ins Spital – und überlebte:
«My heart is back to normal. Thank you for providing the Google search engine.»
Eine schöne Geschichte. Und das «you only have minutes» ist unbezahlbar: Wieso um Gottes Willen, statt gleich ins Spital zu fahren oder den Arzt zu rufen, verplemperte die Frau ihre kostbare Zeit bloss mit googeln?

PS: Wer selber eine Story zu erzählen hat, der öffne hier sein Herz.

 
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