Immer häufiger werden Resultate in der Google-Suche mit einem Produktbild illustriert. So erscheinen auf den klassischen AdWords-Werbeplätzen, die seit jeher nur mit Textanzeigen belegt werden konnten, jetzt Anzeigen mit Produktabbildungen. Dahinter stecken gleich zwei Neuerungen.
Voraussetzung zur Nutzung beider Neuerungen ist die Teilnahme an Google Shopping via Merchant Center. Für Schweizer Online-Shops steht dieser Weg seit Oktober 2011 offen, wir haben in diesem Blog bereits darüber berichtet.
Produkterweiterungen
Suchanzeigen auf den farbig unterlegten Top-Platzierungen können in der Schweiz seit wenigen Tagen Produktbilder enthalten. Der User muss diese aktiv mit einem Klick auf das Pluszeichen einblenden lassen. Die Funktionsweise verhält sich analog zu Google Places, wo ein Kartenausschnitt die Lokalisierung der entsprechenden Filiale aufzeigt.
Die Produkterweiterung ist die fünfte im Schweizer Markt eingeführte Anzeigenerweiterung. Begonnen hat die Serie mit den Site-Links, welche alternative Einstiege auf die Website anbieten. Später kamen die Standort-Erweiterungen dazu, die für Händler mit einem lokalen Verkaufsnetz von Bedeutung sind. Auch für Dienstleister folgte eine Neuerung – sie konnten nun den Dialog mit dem User anregen, indem den Anzeigen auf mobilen Geräten eine Telefonnummer beigefügt wird: Click-to-Call. Fehlt noch die vierte Erweiterung. Sie ist in der Social Media Welt zuhause und nennt sich Google+. Nach der fünften eingeführten Anzeigenerweiterung stellt sich jetzt natürlich die Frage, welche Extension in welchem Fall ausgespielt wird. Dazu gibt es weder eine klare Regel noch eine Steuerungsmöglichkeit. Google übt sich in Crowdsourcing.
Product Listing Ads
Sie belegen die herkömmlichen Plätze für Textanzeigen in der rechten Spalte der Google-Suche. Sie tauchen alleine oder im Dreierpack auf, erinnern ein bisschen an Facebook-Anzeigen und winken stets mit einer Preisangabe. Es handelt sich um Product Listing Ads, zu sehen in der obigen Abbildung auf der rechten Seite. Product Listing Ads sind ein Schwester-Angebot der Google Textanzeigen. Es sind deshalb Schwestern, weil sie Hand-in-Hand auftauchen und eine Doppel-Präsenz markieren können.
Bedingung ist auch hier, dass Google Shopping aktiv genutzt wird. Dann muss das AdWords- mit dem Merchant-Konto verknüpft und eine separate Kampagne für die Product Listing Ads angelegt werden. Empfohlen wird je eine Kampagne pro Zielmarkt und Sprache. Die Anzeigengruppen lehnen sich im Aufbau und in der Granularität an die Struktur des Shopping-Feeds an. Google hat eine eigene Systematik entwickelt, welche die Auswahl und Auslieferung der Anzeige steuert. Für Auswertungen stehen im AdWords-Konto lediglich die Werte auf Anzeigengruppen-Ebene sowie der Suchanfragebericht zur Verfügung.
Fazit: Der Shopping Feed vergrössert die Präsenz
Mit diesen zwei Neuerungen wird deutlich: Online-Shops, die auf Google Shopping setzen, werden künftig viel Raum in der Google-Suche einnehmen. Wer den Zug verpasst und weiterhin ausschliesslich auf Textanzeigen setzt, wird umgekehrt an Sichtbarkeit verlieren und mit stagnierenden oder sinkenden Besucherzahlen rechnen müssen.









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