SearchPerks: Microsoft Live kämpft um Marktanteile

Donnerstag, 2. Oktober 2008 | Von: | Kategorie: Andere Suchmaschinen | 0 Kommentare

Der Marktanteil der Microsoft-Suchmaschine namens Live (oder Live Search, oder vielleicht auch Microsoft Live, so genau weiss das niemand) ist bekanntlich nicht besonders hoch. In den USA liegt er bei 6.6%, hierzulande zwischen 1% und 2%. Dabei wäre Live (wie hier auch schon mal erwähnt) tatsächlich eine ziemlich gute Suchmaschine.

Verständlich, dass Microsoft etwelche Anstrengungen unternimmt, den Marktanteil zu steigern. Beispielsweise mit bezahlter Suche: Live Search Cashback bezahlt jedem User, der als Folge einer Live-Suche einkauft, einen Rabatt zurück. Das führte zu leicht höheren Marktanteilen im Juli, dann war aber schon wieder Ende Feuer.

Jetzt aber kommt SearchPerks (sorry, nur mit IE zugänglich…). Der Claim bringt die Idee ganz gut auf den Punkt: «Search a lot, earn a lot». Und das geht so:

Wer Live Search verwendet, kriegt «Tickets» gutgeschrieben, pro Suche 1 Ticket (glaube ich, genau geprüft hab ichs nicht), maximal 25 Tickets pro Tag. Und wer genügend Tickets gesammelt hat, darf sich was Hübsches aussuchen:

SearchPerks: Search a lot, earn a lot

Toll – so ein bisschen wie Cumulus. Am billigsten ist übrigens 1 Klingelton – der kostet bloss 105 Tickets oder 5 Tage Suche. Aber Achtung: SearchPerks läuft nur mit IE, Windows Live ID und dem zu installierenden «Perk Counter».

Keine Frage: Googles Tage sind gezählt…

[via Search Engine Land]

Suchmaschinen von 2000 bis 2008

Mittwoch, 24. September 2008 | Von: | Kategorie: Andere Suchmaschinen, Google allgemein | 0 Kommentare

Als ich im Jahr 2000 als Novize ins Suchmaschinenmarketing einstieg, stiess ich bald einmal auf eine viel verlinkte und bekannte Grafik, die ich mit einigem Entsetzen («Was habe ich mir da bloss aufgehalst?!») betrachtete. Es handelte sich um die «Search Engine Relationship Chart» von Bruce Clay, Inc.

Die Grafik visualisiert die Beziehungen und Datenströme zwischen den verschiedensten Suchmaschinen, und Ende 2000 sah das so aus:

Search Engine Relationship Chart 2000

Heute bin ich zufällig über die aktuelle Variante gestolpert:

Search Engine Relationship Chart 2008

Beinah könnte man dem Trugschluss erliegen, Suchmaschinenmarketing sei heute simpler als damals.

Bei Bruce Clay lassen sich übrigens auch die Jahre dazwischen betrachten. (Warum das Ding «Histogram» heisst, wüsste ich allerdings zu gern.)

Tamedia kauft search.ch.

Freitag, 29. August 2008 | Von: | Kategorie: Andere Suchmaschinen | 1 Kommentar

… das jedenfalls behauptet Peter Hogenkamp, der dies am gegenwärtig stattfindenden BlogCamp erfahren und umgehend getwittert hat, worauf es in meinem RSS-Reader und letztlich hier gelandet ist. It’s a brave new world.

search-ch-logoObs stimmt, wird sich weisen. Weder [search.ch] noch tamedia: noch die Post (der [search.ch] gehört hat) haben bisher etwas online gestellt.

Auf die strategische Begründung und die Erklärung der Absichten darf man gespannt sein.

Unter den WEMF-beglaubigten Sites ist [search.ch] derzeit die Nummer 2 in Sachen Unique Clients (hinter Bluewin). Über 80% des Traffic steuern allein map.- und tel.search.ch bei, die Suchmaschine selber – einst das Kernprodukt – unter 10%.

Cuil: not everyone feels lucky

Mittwoch, 30. Juli 2008 | Von: | Kategorie: Andere Suchmaschinen | 1 Kommentar

Unter etwelchem PR-Lärm ist vor wenigen Tagen Cuil angetreten, die Welt der Internet-Suche umzukrempeln. Hauptargumente: Der grösste Index der Welt und eine radikale Privacy Policy. Hauptproblem: So richtig überzeugend wirken die Trefferlisten noch nicht.

Cuil: Startseite

Eine Fläche, ein Logo, ein Suchschlitz: Kein schlechter Start – so fing vor 10 Jahren schon Google an. Die vorherrschende Cuil-Farbe ist allerdings schwarz, was eventuell Energie spart (eventuell aber auch nicht).

Von da an gehts mit der Usability leider bergab:

  • Die Trefferlisten sind mehrspaltig gehalten, was höchst gewöhnungsbedürftig ist.
  • Die beigefügten Visuals machen oft einen zufällig gewählten Eindruck (siehe auch Blogoscoped).
  • Die Möglichkeiten zur Suchverfeinerung funktionieren zwar bestens (auch wenn ich den Unterschied zwischen «Tabs» und «Categories» bisher nicht kapiert habe) – aber hat sich diese Art von Feature jemals wirklich durchgesetzt? Für meinen Geschmack sieht das immer nach zu viel Arbeit aus.

cuil-serp

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Microsoft: Search Technology Center in Europa

Dienstag, 17. Juni 2008 | Von: | Kategorie: Andere Suchmaschinen, Google AdWords, Google allgemein | 0 Kommentare

Nachdem der Boxkampf Yahoo! vs. Microsoft in Runde 45 von Google gewonnen wurde, muss Microsoft jetzt halt notgedrungen alleine Gas geben:

Am Rande der Cannes Lions gab Microsoft Pläne bekannt, 2009 in Europa ein Search Technology Center zu eröffnen. Zitat:

Success in search in Europe is paramount, and we see the investment in this new Search Technology Center as an important step in doubling down on our long-term investments.

Wo das Center zu stehen kommt, ist noch nicht klar: Verschiedene Städte würden evaluiert.

A propos Google und Yahoo: Zwar halten die beiden freiwillig eine Karenzfrist von dreieinhalb Monaten ein, bevor die Partnerschaft losgeht, um dem US-Justizdepartement genügend Zeit zur Prüfung zu geben. Auf Google selber hingegen scheint schon mal alles ready zu sein:

Google Ad: Werbung Yahoo

Microsoft Live Search? Vergiss die Peitsche nicht!

Mittwoch, 7. Mai 2008 | Von: | Kategorie: Andere Suchmaschinen | 0 Kommentare

Microsoft hats derzeit wirklich nicht leicht. In Sachen Yahoo! gehts hin und her und rundherum, und der Marktanteil der eigenen Suchmaschine namens Live Search steigt auch nicht wirklich (was, wie hier schon mal erwähnt, eigentlich schade ist).

Schon die hübsche Ms. Dewey (neuerdings zur Receptionistin für «Left vs. Right» degradiert) konnte daran wenig ändern, weshalb Microsoft einen Schritt weiter gegangen ist: Neuerdings gibts schon nur für die Nutzung der Suchmaschine Preise zu gewinnen.

Die Promotion nennt sich «Indiana Jones Search»: Wer auf der Suchmaschine im Indy-Look nach irgend etwas sucht – Ferien, Laptop, Crystal Skull, ganz egal – kriegt womöglich einen Preis.

Microsoft Live Search: Indiana Jones Search

Neu ist die Verknüpfung von Blockbuster und Suchmaschine nicht: Googles Schnitzeljagd auf Jason Bourne machte tatsächlich Spass. Obiges hingegen ist denn doch ein bisschen fantasielos.

Ask Aschi: Antworten suchen per SMS

Mittwoch, 16. April 2008 | Von: | Kategorie: Andere Suchmaschinen | 2 Kommentare

Als sich vor Jahren in abendlicher Runde keiner mehr erinnern konnte, wie die Ranch in «Dallas» geheissen hatte, rief ich in der Not per Handy meinen Bruder an. Der wusste es, aber da er in den USA lebt, hatte die Information ihren Preis. Heute würde ich die Sache mit dem Handy googeln.

Oder Aschi fragen.

Ask Aschi: Fragen stellen per SMSDenn unter der Nummer 9889 [KEYWORD: ASK] beantworten die Herren Felder, Müller und Läubli mit 6 unentwegten Mitstreitern jegliche Frage, die ihnen per SMS gestellt wird, 24 Stunden am Tag. Kosten: 70 Rappen.

Nicht wirklich skalierbar, diese Dienstleistung, aber in Web-2.0-Zeiten allemal charmant.

[via 20min]

Yahoo! testet Google Ads, Microsoft schimpft

Donnerstag, 10. April 2008 | Von: | Kategorie: Andere Suchmaschinen | 0 Kommentare

Update: … und jetzt reden auch AOL und Yahoo! wieder miteinenander.

Die Brieffreundschaft zwischen Microsoft und Yahoo! geht weiter, allerdings hat man diesmal indirekt kommuniziert – kein «Dear Members of the Board», kein «Dear Steve» diesmal.

Und zwar kündigte Yahoo! gestern, 9. April, den testweisen Einsatz von Google Ads an: Neben den Suchresultaten von Yahoo.com sollen in den USA während 14 Tagen bei 3% der Abfragen Google Ads eingeblendet werden.

Microsoft wetterte noch gleichentags in einem knappen, aber offiziellen Vierzeiler:

Any definitive agreement between Yahoo! and Google would consolidate over 90% of the search advertising market in Google’s hands.

Das würde es in der Tat. Und Yahoos Ankündigung kommt einer (wenn auch bloss 14-tägigen und 3-prozentigen) Bankrotterklärung des eigenen Werbeprogramms gleich – und das nur gerade 2 Tage nach der Ankündigung von AMP!, einer in der Tat mächtigen Plattform, mit der Online-Werbung im Yahoo!-Netzwerk platziert und ausgewertet werden kann (AMP!-Promo-Movie) sowie dem gleichtags erfolgten Kauf von IndexTools.

Als würde man in nackter Angst alles Mögliche noch rasch versuchen.

Microsoft und Yahoo: Eine Brieffreundschaft

Mittwoch, 9. April 2008 | Von: | Kategorie: Andere Suchmaschinen | 0 Kommentare

Microsoft und Yahoo! haben sich dieser Tage je einen Brief geschrieben. Nett sind beide nicht. Aber Yahoos Zeilen scheinen um eine aufschlussreiche Spur weniger garstig zu sein.

Beispielsweise schreibt Microsofts Steven A. Ballmer am 5. April 2008, man möge doch bitte vorwärts machen – Yahoo! sei schliesslich am Trudeln:

[...] public indicators suggest that Yahoo!’s search and page view shares have declined. [...]

Das Yahoo!-Gespann Rostock und Yang widerspricht dem am 7. April 2008 nur bedingt («…consistent with what we outlined in our last earnings call») und sucht das Heil in der Offensive:

[...] as a result of the decrease in your own stock price, the value of your proposal today is significantly lower [...]

Angriff, heisst es ja, sei die beste Verteidigung. Ballmer hingegen droht unverblümt, man gehe notfalls auch direkt auf die Shareholder los:

[...] we will be compelled to take our case directly to your shareholders, including the initiation of a proxy contest to elect an alternative slate of directors for the Yahoo! board.

Das wäre Yahoo! wiederum nicht recht, denn:

We are open to all alternatives that maximize stockholder value. To be clear, this includes a transaction with Microsoft [...]

Vorausgesetzt natürlich, das Angebot wird erhöht. Und während Ballmer sein Schreiben hochoffiziell mit «Dear Members of the Board» einleitet, sind Rostock und Yang schon bei «Dear Steve» angelangt.

Inwiefern stilistische Kriterien zur Analyse von derlei Dingen taugen, sei zwar dahingestellt, aber insgesamt beschleicht einen der Verdacht: Lang machts Yahoo! nicht mehr.

Suchmaschinenmarketing: 216 Grossunternehmen machen nichts

Freitag, 4. April 2008 | Von: | Kategorie: Andere Suchmaschinen, Google AdWords, Google allgemein | 0 Kommentare

Jährlich listet die Media.Research.Group in ihrer Werbemarkt-Studie unter anderem auf, welche Kommunikationsmittel die Top-500-Werbeauftraggeber im Schweizer Werbemarkt einsetzen und wie die jeweilige Bedeutung eingeschätzt wird. Jetzt liegen die Zahlen für 2007 vor.

Mit grossem Abstand von den meisten Unternehmen eingesetzt: die Firmen-Website – 91.3% der befragten Unternehmen nutzen sie als Kommunikationsmittel. Was mit den übrigen 8.7% los ist, wüsste ich allerdings denn doch zu gern. Denn dass man zu diesen Top 500 gehört und keine Website hat, glaube ich nicht.

Insgesamt am meisten zugelegt hat – wenig erstaunlich – Online Marketing in so ziemlich allen Varianten, Suchmaschinenmarketing vor allem: 2007 nutzten hierzulande 57% der Top 500 diesen Kanal. 2006 waren es erst 36% gewesen.

Schön. Umgekehrt gerechnet bedeutet das allerdings, dass 216 Unternehmen unter anderem deshalb zu den Top-Werbeauftraggebern gehören, weil sie ihr Budget in weit teurere Kommunikationsmittel stecken, während die Zielgruppe munter an ihnen vorbeigoogelt.

 
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