Google hat seine japanische Website, Google.jp.co, abgestraft und deren PageRank von 9 auf 5 zurückgestuft. Das liess Matt Cutts via Twitter verlauten. Grund für die Strafaktion: Google Japan hatte via CyberBuzz, eine Art Japanisches Trigami, Blog Posts – und somit Links – eingekauft.

Auf den ersten, zentraleuropäischen Blick wirkt das etwas selbstreferentiell: Verliert Google jetzt Google-Traffic? Auf den zweiten Blick hingegen siehts etwas anders aus: In Japan heisst der Marktführer Yahoo. Also unternimmt Google dort Marketing-Anstrengungen, die etwa hierzulande überflüssig sind.
Aber warum die öffentliche Selbstgeisselung mittels PageRank-Abwertung? Hätte ein simples Sorry nicht genügt? Oder, wenn wir schon dabei sind, ist nicht schon das Sorry übertrieben? Denn grundsätzlich ist es doch völlig ok, seine Website im Internet bezahlterweise zu promoten, oder nicht?
Eben nicht immer. Google hat den Linkkauf nämlich verboten – was nachvollziehbar und begründet ist, aber den schalen Beigeschmack hat, dass Google damit dem Rest der Welt vorschreibt, welche Geschäftsmodelle im Internet ok sind und welche nicht. Zwar mag man jetzt begrüssen, dass Google eigene Standards auf sich selber anwendet; gleichzeitig aber würde man sich wünschen, Google würde diese Standards vorrangig auf andere anwenden. Dort hätte die Sache nämlich Wirkung.
Ob aber Google Japan einen PageRank von 5, 9 oder Pi hat, spielt nun wirklich keine Rolle.

12. Februar 2009, 21:08
[...] geschrieben, ich verkaufe keine Links, auch sonst mache ich nichts böses! Ich kann es ja verstehen, das google gerechtfertigt eigene Seiten abstraft, aber was habe ich damit zu tun? Ich [...]