Google im Spiegel der Konjunkturkrise
Von Lukas Stuber Freitag, 9. Mai 2008 Google AdWords, Google allgemein 2 Kommentare »A propos Google-Quartalszahlen: Wired, Techcrunch, International Herald Tribune - allenthalben war man entzückt. Allenthalben? Nicht ganz: Spiegel Online liess sich nicht erobern und widerstand tapfer den Fakten:
«Google: Werbeanzeigen werden kaum geklickt [...] Die Folge: Das Werbegeschäft von Google schwächelt.»
Untermauert wurde diese dissidente Einschätzung von einer Expertenmeinung, die gewaltig schwächelt:
Experten bewerten den Einbruch der Klickrate als Folge der schwachen US-Konjunktur.
«Huch! Ein AdWord! Bei dieser Konjunkturlage klicke ich sicher nicht drauf!»
Worin die zitierten Experten Experten sind, weiss ich natürlich nicht. Aber vielleicht sollte Spiegel Online seinen Gewährsleuten mal erklären, was eine Klickrate ist, weshalb die mit der Konjunktur nichts zu tun hat, und worin die konjunkturelle Gefahr für Google allenfalls besteht: In sinkendem Buchungs- und Klickvolumen sowie tieferen Klickgeboten.
Viel spannender wären allerdings nicht diese Basics, sondern eine Expertendiskussion darüber, ob Googles Produkt womöglich konjunkturresistent sein könnte, da weniger kostenintensiv und gleichzeitig effizienter als die meisten anderen Direct-Marketing-Instrumente.
seien wir doch ehrlich, wer klickt den wirklich das Googlezeugs?
Meist such ich dann doch in Google direkt, anstatt mit dem Hinweis “Dort gibts einen HD Player günstig”.
Ich find den immer günstiger im Netz, wenn ich nur Suche, deswegen vermute ich das das Ganze langfristig sterben wird und wieder nur auf View-Basis wechselt, also man pro 1000 Views Geld bekommt.
Aber warten wir mal die Zahlen ab
Nun, auch wer in Google direkt sucht, hat Google Ads vor sich. Und die knapp 5.2 Milliarden US-Dollar Umsatz im Q1 sind ja nicht ganz ohne. Rückkehr zum TKP-Modell? Dafür sehe ich keinen einzigen Grund, ehrlich gesagt.