Verleger haben es schwer im Internet. Ihre herkömmlichen Werbemodelle begeistern heute niemanden mehr so richtig und werden in erster Linie von den Werbeangeboten Googles verdrängt, an denen die Verleger wiederum kaum etwas mitverdienen können – Google-Werbung ist schlicht zu günstig. Kein Wunder, wirds manchem eng um den Hals:
«Hubert Burda», notierte nämlich Spiegel Online anlässlich der DLD vom vergangenen Januar, «platzte regelrecht der Kragen: “Wir dachten alle, im Web gäbe es ein gutes Werbemodell”, sagte [Burda], “aber es hat nicht geklappt. Google hat alles verändert.”»
Denn aus Verlegersicht, so des Spiegels Einschätzung, «zerstört das Google-Imperium derzeit permanent Werte.»
Wie jetzt? Hat Google sämtlichen Werbekunden den Lauf an die Schläfe gedrückt und Bannerwerbung verboten? Wohl kaum. Stattdessen hat Google mit seinem Werbeprogramm (das Bannerwerbung übrigens auch anbietet, und zwar mit Erfolg) die herkömmliche Bannerwerbung stückweise verdrängt. Und warum? Weil der Markt fand, das Google-Zeugs sei besser.
Wer das lieber bildlich als wörtlich hat, dem mag folgende Grafik der jüngsten Absolit-Studie «Online-Marketing-Trends 2009» dienen:

Banner, so scheint es, machen unglücklich – Werbekunden nicht weniger als Herrn Burda.
Der Ordnung halber: Ja, Bannerwerbung ist je nach Zielsetzung zweifellos eine sinnvolle Sache. Gäbe es sie nicht, müsste man sie erfinden, und in der Tat gibt es ja auch Synergieeffekte zwischen Banner- und Such-Werbung, wie etwa Yahoo! nicht müde wird zu betonen. Den Bedeutungsrückgang der Bannerwerbung allerdings Google statt der Werbeform selber anzulasten – das ist denkfaul.

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5. Februar 2009, 18:07
Die Leute sind meist dermassen bannermüde, dass bsp. davon abgeraten werden muss, Website-Navigationselemente auch nur entfernt nach Bannern aussehen zu lassen. Näheres hier: http://www.useit.com/alertbox/banner-blindness.html