Wer dieser Tage via Google eine Pizzeria, einen Arzt oder eine Party in einer bestimmten Stadt sucht, findet in den AdWords-Spalten stets den selben Google-Werbekunden – Google selber nämlich:
Weitere Beispiele:
party bern – arzt uster – bar wil – geschenke suchen
Die Verlinkung liesse sich übrigens optimieren: Die Ads führen alle zur Maps-Startseite, und statt kartografierten Zürcher Pizzerias sieht man die Alpenländer von oben.
Problematischer ist, dass Google damit seine eigenen Werbekunden konkurrenziert; in vielen Fällen nicht in deren Kerngeschäft (Branchenverzeichnisse ausgenommen, die triffts tatsächlich im Kern), aber immerhin im Kampf um die Klicks.
Die Diskussion liesse sich problemlos ins Grundsätzliche ausweiten: Denn immer dann, wenn Google ein AdWord in eigener Sache schaltet, entsteht potentiell ein Konflikt mit zahlenden Kunden. Vollkommen anders gelagertes Beispiel:

So gesehen ist die aktuelle Maps-Kampagne zwar nur der Spezialfall eines grundsätzlicheren Problems, der breiten Begriffswelt wegen aber einer, der zahllose Google-Kunden aufs Mal betrifft.
Davon abgesehen will sich mir aber auch der User-Nutzen dieser Maps-AdWords nicht erschliessen – «Focus on the user», sagt Google, «and all else will follow»: Die Integration der Maps in den Trefferlisten ist doch viel eleganter und nützlicher.


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