Yourposition: Neue Mandate und Ex-Googler gewonnen

Mittwoch, 12. Dezember 2012 | Von: | Kategorie: In eigener Sache, Medienmitteilungen | 0 Kommentare

Yourposition, die Zürcher Spezialagentur für Suchmaschinenmarketing und Web Analytics, hat in den letzten Wochen zahlreiche neue Mandate gewinnen können. So hat etwa die Dipl. Ing. Fust AG ihren AdWords-Etat Yourposition übertragen, und in den Bereichen Suchmaschinenoptimierung und Web Analytics starten die Zürcher Projekte unter anderem für die Schweizer Milchproduzenten SMP und Wallis Tourismus.

«Schon das ganze Jahr 2012 war von einem noch einmal viel stärkeren Aufwärtstrend in Sachen Suchmaschinenmarketing und Web Analytics geprägt als die Vorjahre», kommentiert Lukas Stuber, Geschäftsführer von Yourposition, das Auftragswachstum. «Dank unserer seit fast einem Jahrzehnt aufgebauten Expertise als Spezialdienstleister sind wir erfreulicherweise in der Lage, die stark steigende Nachfrage auch zu befriedigen.»
In diesem Zusammenhang hat Yourposition erneut das Team aufgestockt und beschäftigt inzwischen rund 20 Leute. Neu zu den Zürchern gestossen sind als Projektleiterin die Betriebswirtin Jennifer Loaiza, vormals im Travel-Bereich als Online Marketerin aktiv, sowie als Strategic Consultant Tobias Scholz, zuvor über fünf Jahre bei Google Schweiz tätig, zuletzt als Senior Industry Manager.

Pressemitteilung vom 12. Dezember 2012

Snippet Optimierung für Online-Shops

Donnerstag, 29. November 2012 | Von: | Kategorie: E-Commerce, Suchmaschinenoptimierung | 2 Kommentare

Zahlreiche Online-Shops betreiben grossen Aufwand, um auf vordere Positionen in organischen Suchresultaten zu gelangen – gleichzeitig verschenken sie aber viel Potential, da ihre Suchergebnisse nicht optimiert sind. Dabei kann die Optimierung der Suchergebnisse (Snippets) mit relativ wenig Aufwand zu höheren Klickraten und somit mehr Umsatz führen.

Suchergebnisse werden in kürzester Zeit überflogen. Oft entscheiden Sekundenbruchteile, ob das Snippet des eigenen Shops oder das der Konkurrenz angeklickt wird. Inwiefern kann dieses Klickverhalten beeinflusst werden?

Faktoren

Der wichtigste Faktor für die Klickrate ist – wenig überraschend – die Position des Suchergebnisses: Je besser positioniert, desto höher ist grundsätzlich die Klickrate. Dies ist durch Studien belegt.

Nebst der Position beeinflussen folgende Faktoren die Klickrate von Snippets:

1. Auffälligkeit:
Was auffällt, wird gesehen. Dies gilt auch für rasch überflogene Snippets.
2. Thematische Relevanz:
Das Snippet wird vom User als relevant für seine Suchanfrage wahrgenommen.
3. Überzeugungskraft:
Das Snippet überzeugt mit Argumenten und schafft einen Kaufimpuls oder den Anreiz nach mehr Informationen.

Aktuell stehen für Shops folgende Möglichkeiten zur Verfügung, um an den drei genannten Faktoren in den Suchresultaten von Google zu schrauben:

Klassisches Snippet

Das klassische Snippet setzt sich aus Page Title, URL und Meta-Tag Description einer Webseite zusammen. Die Suche nach „schuhe kaufen“ bringt z.B. folgendes Suchergebnis hervor:

Klassisches Snippet in Google

Google hebt im Snippet Übereinstimmungen mit der Sucheingabe in Fettschrift hervor. Dadurch fällt das Snippet auf der Suchresultatseite mehr auf und die thematische Relevanz zur Sucheingabe wird verdeutlicht. Es ist daher nach wie vor von entscheidender Bedeutung, das wichtigste Keyword (resp. Keywords) der Seite in Page Title, sprechender URL und Meta-Tag Description zu verwenden.

Überzeugend wirkt das Snippet, wenn eine ansprechend formulierte Description schlüssige Argumente für das Produkt oder den Shop liefert und die Lust nach weiterführenden Informationen weckt.

Immer häufiger blendet Google im Snippet anstelle von Page Title und Meta Description für die Suchanfrage relevantere Textschnipsel von der Webseite ein. Ein Grund mehr, die Keywords auch in Überschriften und Fliesstext der Seite zu platzieren.

Nicht ausser Acht gelassen werden darf natürlich, dass der Page Title eines der wichtigsten Ranking-Kriterien ist.

Sonderzeichen

Sonderzeichen in der Meta-Tag Description können die Aufmerksamkeit des Suchenden erregen:

Sonderzeichen in Snippets

Sonderzeichen in Suchresultaten

Einige mit Unicode formatierte Sonderzeichen werden in den Snippets von Google ausgegeben. Dazu gehören unter anderen: Sterne, Pfeile, Häkchen, Telefon. Sie können etwa zum Untermalen von Fakten oder Markieren der Telefonnummer eingesetzt werden.

Es muss beachtet werden, dass die Sonderzeichen je nach Browser unterschiedlich dargestellt werden.

Ein bewusster und sorgsamer Umgang mit den Sonderzeichen ist zu empfehlen. Deren Verwendung wirkt sicher auffallend – aber auch immer überzeugend? Zudem könnte ein exzessiver Einsatz von Google als Spam interpretiert werden. Auch vorstellbar ist, dass die Ausgabe der Sonderzeichen dereinst deaktiviert wird.

Rich Snippets

Das Auszeichnen von Informationen auf der Website mit sog. Mikrodaten kann in den Suchergebnissen zu Rich Snippets, also erweiterten Suchergebnissen führen. Hier ein Beispiel, bei dem Erfahrungsberichte und Preis eines Produktes in einer zusätzlichen Zeile aufgeführt werden:

Rich Snippets - Erfahrungsberichte und Preis

Durch die zusätzliche Zeile nimmt das Snippet mehr Raum ein und die gelben Sterne wirken als Eyecatcher – das Snippet erzielt deutlich mehr Aufmerksamkeit. Genügend positive Bewertungen sowie ein attraktiver Preis sind zudem überzeugende Argumente für ein Produkt. Wer also einen Shop mit positiven Bewertungen und konkurrenzfähigem Preisniveau betreibt, sollte solche Informationen in Rich Snippets zugänglich machen.

Die Auszeichnung der betreffenden Informationen zu strukturierten Daten ist relativ einfach. Die führenden Suchmaschinen empfehlen dazu die Verwendung der Mikrodaten von schema.org. Zur Auszeichnung wird der bestehende HTML-Code mit entsprechenden Tags erweitert.

Hier als Beispiel die Auszeichnung des Preises. Ein bestehender HTML-Code sieht z.B. so aus:

<div>
<span>CHF</span>
<span>150.00</span>
</div>

Der mit Mikrodaten ergänzte HTML-Code:

<div itemprop=”offers” itemscope itemtype=”http://schema.org/Offer”>
<span itemprop=”priceCurrency”>CHF</span>
<span itemprop=”price”>150.00</span>
</div>

Google Stellt zur Kontrolle des mit Mikrodaten ausgezeichneten Codes ein Test-Tool zur Verfügung.

In den Google Webmaster-Tools werden die auf der Website verwendeten strukturierten Datentypen sowie alle URLs, in denen strukturierte Daten zum Einsatz kommen, aufgeführt. Dies stellt eine weitere Möglichkeit dar, die korrekte Einbindung der Mikrodaten und die Indexierung durch Google zu überwachen.

Längst nicht alle Daten, die auf Webseiten mit Mikroformaten ausgezeichnet werden können, finden ihre Ausgabe in Rich Snippets. Im Zuge der Bemühungen von Suchmaschinen, die semantische Suche zu verbessern, dürfte sich aber ein grosszügiger Einsatz von Mikrodaten als Investition in die Zukunft lohnen. Vor kurzem wurden zudem die Möglichkeiten ausgebaut Produkte mit Attributen von schema.org auszuzeichnen.

Google+

Usern, welche bei Google eingeloggt sind, wird eine zusätzliche Zeile in den Snippets eingeblendet, falls Personen aus ihren Google+-Kreisen einer Seite +1 gegeben haben:

Einblendung Google+ in Snippets

Auch wenn Google+ im deutschsprachigen Raum noch nicht wirklich zum Fliegen gekommen ist: Diese Zusatzzeile verschafft – einmal eingeblendet – ein wenig Aufmerksamkeit und vor allem Überzeugung durch Vertrauen in eine bekannte Person.

Da Klicks auf den +1-Button zusätzlich auch für das Ranking relevant sind, empfiehlt sich die konsequente Einblendung des Buttons auf allen Produktseiten.

Anzahl der Artikel

Seit kurzem gibt Google bei gewissen Suchresultaten die Anzahl gefundener Artikel mit aus:

Einblendung Anzahl der Artikel im Snippet

Diese Zusatzangabe kann je nach Suchinteresse und Anzahl der Artikel ebenfalls ein überzeugendes Argument für den User sein, das Snippet anzuklicken.

Die Anzahl der Artikel muss im HTML-Code nicht mit Mikrodaten ausgezeichnet werden, sondern wird von Google automatisiert von der Website ausgelesen:

Website Ochsner Sport

Entsprechend dem Wording, welches auf der Website verwendet wird, sieht die Ausgabe im Snippet aus. Nebst dem Wort „Artikel“ funktionieren z.B. „Produkte“ oder „Ergebnisse“:

Einblendung Anzahl Produkte im Snippet

Einblendung Anzahl Ergebnisse im Snippet

Keine Erweiterung des Snippets nimmt Google jedoch vor, wenn auf der Website nicht genau das Pattern „[Anzahl] [Produkte|Artikel|Ergebnisse] gefunden“, sondern z.B. nur die Anzahl oder „14 Produkte“ aufgeführt wird:

Keine Einblendung Anzahl Produkte im Snippet

Website Adidas

Fazit

Es gibt also durchaus Möglichkeiten, Snippets durch Auffälligkeit, thematische Relevanz und Überzeugungskraft von der Konkurrenz abzuheben. Insbesondere Rich Snippets sind eine effiziente Erweiterung. Deren Nutzen dürfte solange gross sein, wie sie die breite Masse noch nicht einsetzt. Am besten also gleich jetzt loslegen und die Erweiterungen der Snippets in den Massnahmenkatalog der Suchmaschinenoptimierung integrieren.

«Bing It On»: Microsofts Pepsi-Test

Freitag, 7. September 2012 | Von: | Kategorie: Andere Suchmaschinen, Google allgemein | 0 Kommentare

Microsoft stellt sich dem Pepsi-Test: Wer auf der Plattform Bing It On sucht, kriegt die Trefferlisten von Google und Bing in neutralem Design nebeneinander dargestellt und kann per Klick kundtun, welche Treffer besser sind:

Bing It On: Bruce Springsteen

Nach fünf Suchabfragen kriegt man die Auflösung.

Selbstverständlich hat sich Microsoft vorher abgesichert und in vorgängigen Tests herausgefunden, dass Bing-Resultate im Verhältnis 2:1 gegen Google-Treffer gewinnen. Also wagt man jetzt den offenen Schlagabtausch und bewirbt die Aktion zudem kräftig, inklusive TV Spots. Um die Trefferlisten vergleichbar werden zu lassen, reduziert sie «Bing It On» allerdings stark: Textanzeigen, Personalisierungen, Googles «Knowledge Graph» oder Bings «Social Sidebar» werden weggelassen.

Genau das ist aber die Crux: Die Trefferqualität ist ja nicht das Problem, sondern das User Interface. Denn dass Bing eine tolle Suchmaschine ist – daran zweifelt eigentlich niemand. Doch seit Jahren ans Lesen Google’scher Trefferlisten gewöhnt, überfällt mich bei einem der raren Bing-Besuche stets eine kurze, aber kräftige Desorientierung – und schon bin ich wieder weg. Gewiss, manche Trefferlisten mögen besser sein, vielleicht sogar, wer weiss, im Verhältnis 2:1. Zu einem Wechsel bewegt mich das nicht – dazu bin ich einfach zu faul, und mit Googles Qualität kann ich gut leben. So gesehen ist der Test zwar zweifellos amüsant und durchaus auch mutig. Aber womöglich illustriert er eher Microsofts Problem, als dass er zu dessen Lösung beitrüge.

P.S.: Ergebnis unseres kleinen, internen Ad-hoc-Tests von «Bing It On»: Bei 6 von 7 Leuten lag Google vorn, meistens aber nur knapp. Insgesamt wurden hier 19 Mal Google-Treffer, 14 Mal Bing-Treffer besser bewertet, 2 Mal gabs ein Unentschieden. Allerdings waren wir manchmal ein bisschen unfair und verwendeten deutsche Keywords… 

 

(not provided): Der grosse Keyword-Schwund

Dienstag, 4. September 2012 | Von: | Kategorie: Suchmaschinenoptimierung, Web Analytics | 1 Kommentar

«Making search more secure»: Unter dieser Überschrift gab Google Mitte Oktober letzten Jahres bekannt, dass Keyword-Daten eingeloggter Google-User künftig unterdrückt werden, zumindest in der organischen Suche. Die Folge dieses «Encrypted Search»: Bei immer mehr Zugriffen fehlen die Keyword-Infos, der Anteil des berüchtigten (not provided) wächst. Im Schnitt dürften in der Schweiz schon rund 13% des Gratis-Traffics von Google unter (not provided) fallen. Ein Informationsverlust mit Folgen.

Den Verzicht auf die Weitergabe der Referrer-Daten begründete Google so:

As search becomes an increasingly customized experience, we recognize the growing importance of protecting the personalized search results we deliver. As a result, we’re enhancing our default search experience for signed-in users. (…) websites you visit from our organic search listings will still know that you came from Google, but won’t receive information about each individual query.

Das Argument ist ohne jeden Zweifel korrekt: Meine Google-Suchen und meine Klicks auf die Treffer sagen seit jeher viel über mich aus, und der Informationsgehalt steigt laufend an, da Trefferlisten in Google immer öfter und tiefgreifender personalisiert sind. Die Treffer und der einzelne User haben folglich viel mehr miteinander zu tun als früher. Damit aber steigt die Gefahr, dass man einem Keyword ansehen könnte, welche Person es verwendet hat: «Sag mir, was du suchst, und ich sage dir, wer du bist.»

Das ist keineswegs graue Theorie: Schon 2006 demonstrierte die New York Times anlässlich des berüchtigten «AOL search data leak», wie umstandslos man Keywords konkreten Usern zuordnen kann. Und damals war Personalisierung noch kaum ein Thema.

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Attribution: Wie Last-Click-Messungen die Zahlen verzerren

Wie kürzlich hier dargestellt, sind Zugriffszahlen in Google Analytics stark interpretationsbedürftig:

  • Nicht alles, was als Direktzugriff ausgewiesen wird, ist auch einer.
  • Die gängige Last-Click-Messung ignoriert, wie oft ein Besucher erst nach mehreren Kontakten zum Kunden wird.

Der zweiten Frage, die unter dem Stichwort «Attribution» für Dauerdiskussionen führt, haben wir uns inzwischen näher angenommen und die Ergebnisse im Blog von intelliAd publiziert:

intelliAd: Attribution – Last-Click-Messungen verschleudern Geld (Gastbeitrag von Yourposition)

Die zentralen Ergebnisse des dort vorgestellten Falls als Kurzfassung:

  1. Mehr als 50% aller Verkäufe kamen erst nach zwei oder mehr Kontakten mit den jeweiligen Users zustande.
  2. 5% des gesamten Umsatzes (1. Halbjahr 2012) werden bei einer Multi-Channel-Betrachtung, die nicht nur den letzten Klick berücksichtigt, neu zugewiesen.
  3. Vor allem die Direktzugriffe werden von einer Last-Click-Messung zu hoch bewertet, insbesondere zu Lasten von AdWords.
  4. Bei den AdWords zeigt sich, dass vor allem generische Long Tail Keywords einen weit höheren Wert besitzen, als es eine Last-Click-Messung ausweist.

Fazit der Untersuchung: Multi-Channel-basiertes Bidding kann die Effizienz und Effektivität von AdWords massiv steigern.

 

Erfolgreiche HSLU-Studierende an der Google Online Marketing Challenge

Montag, 20. August 2012 | Von: | Kategorie: Google AdWords, Off Topic | 0 Kommentare

Die Bachelorstudenten der Hochschule Luzern – Wirtschaft (HSLU) nahmen im Frühlingssemester 2012 am jährlich stattfindenden Wettbewerb Google Online Marketing Challenge teil. Yourposition unterstützte die Studierenden bei ihrem Vorhaben durch Dozenten-Tätigkeiten und aktiven Support bei der Kampagnen-Betreuung. Das erfreuliche Resultat: Gemäss Auswertung durch Google haben die allermeisten HSLU Studierenden-Kampagnen gut bis sehr gut abgeschlossen – ein Eindruck, der sich bereits bei den sehr kompetenten Resultat-Präsentationen an der Hochschule abgezeichnet hatte. Yourposition gratuliert den erfolgreichen HSLU-Studierenden herzlich!

Ziel der Challenge war es, eine AdWords-Kampagne für ein selbstgewähltes, real existierendes Unternehmen aufzubauen und zu betreuen. Dafür stellte Google 250 US-Dollars zur Verfügung, die mit klar definierten Zielen und Kampagnenlaufzeiten eingesetzt werden sollten. Die Studierenden setzten sich somit im bestehenden Marktumfeld mit realen Online Marketing Herausforderungen auseinander.

Für die Bachelorstudenten an der Hochschule Luzern – Wirtschaft kam die Google Online Marketing Challenge einer grossen Herausforderung gleich. Die Studierenden aus den Marketing- und Wirtschaftsinformatik-Lehrgängen mussten ein Unternehmen finden, welches bereit ist im Sinne der Nachwuchsförderung an der Google Online Marketing Challenge teilzunehmen. Ausserdem mussten die Studierenden die Grundlagen von Google AdWords in Rekordzeit erlernen und die neuen Erkenntnisse direkt für ihr gewähltes Unternehmen umsetzen – und all dies in der sowieso schon intensiven Lernzeit kurz vor den Abschlussprüfungen.

Trotz der herausfordernden Ausgangslage haben sich die Studierenden hervorragend geschlagen und sich die nächste Auszeichnung nach den erreichten Diplomen redlich verdient. Gemäss Auswertung von Google haben sich die 16 von uns evaluierten Teams folgendermassen qualifiziert:

– Strong: Sieben Teams
– Good: Acht Teams
– Fair: Ein Team
– Needs Improvement: Kein Team

Vergleicht man diese Platzierungen mit den weltweiten Resultaten zeigt sich, dass sich die HSLU-Studierenden im internationalen Vergleich herausragend geschlagen haben:

Die HSLU-Studierenden im internationalen Google Online Marketing Challenge-Vergleich

Die HSLU-Studierenden im internationalen Google Online Marketing Challenge-Vergleich

Ein Team aus Polen profilierte sich als Gesamtgewinner im weltweiten Wettbewerb, was mit einer gesponserten Reise ins Silicon Valley belohnt wird. Die Reise ins sonnige Kalifornien blieb den Schweizer Kandidaten leider verwehrt, jedoch hoffen wir, dass der eine oder andere hoffnungsvolle Studierende so viel Gefallen an unserer Branche gefunden hat, dass wir ihn schon bald als Kunden, Partner oder Konkurrenten in weiterer Aktion erleben dürfen.

Google Analytics: Vorsicht beim «Direct Traffic»!

Dienstag, 14. August 2012 | Von: | Kategorie: Web Analytics | 2 Kommentare

Dank Google Analytics hat das Thema «Erfolgsmessung im Internet» enorm an Bedeutung gewonnen. Kein Wunder: Das Tool ist gratis, leistungsfähig und zumindest in den Basics leicht zu bedienen. Dennoch müssen selbst vermeintlich simpelste Daten sauber interpretiert werden. Paradebeispiel: Die Direktzugriffe.

Direktzugriffe sind eine tolle Sache: Sie geschehen immer dann, wenn der User eine URL schon kennt, sie direkt in seine Browserzeile eintippt oder via Bookmark aufruft. Das jedenfalls behauptet Google auf der entsprechenden Hilfeseite:

(…) Besucher, die auf ein Lesezeichen geklickt haben oder die URL in den Browser eingegeben haben, um zu Ihrer Website zu gelangen (…)

Derlei Besuche verursachen – im Vergleich etwa mit Google AdWords – tiefe Akquisitionskosten, und steigen die Direktzugriffe an, macht man offenbar irgend etwas richtig. Deshalb verfolgen zahlreiche Unternehmen regelmässig, wie sich ihr Direct Traffic entwickelt – allerdings oftmals ohne zu wissen, wie diese Zahlen zustandekommen: So trivial wie es scheint ist das Thema Direct Traffic nämlich nicht.

Zwei Berichte, zwei Resultate

Das wird offensichtlich, wenn man die Werte der zwei verschiedenen Analytics-Berichte miteinander vergleicht, in denen man die dank Direct Traffic generierten Konversionen und Umsätze abrufen kann:

  1. «Besucherquellen» > «Direkt»
  2. «Conversions» > «Multi-Channel-Trichter» > «Vorbereitete Conversions»

Unter «Besucherquellen» werden Konversionen und Umsätze kommentarlos mittels Last Click Attribution dem letzten Besuch zugeordnet, im Multi-Channel-Bericht ist die Last-Click-Zuordnung ebenfalls ersichtlich, lässt sich aber zudem mit den verschiedensten Multi-Channel-Betrachtungsweisen vergleichen.

Was auf den ersten Blick überraschen mag: Im Multi-Channel-Bericht werden beim Direct Traffic stets deutlich höhere Umsätze ausgewiesen als bei den «Besucherquellen». Hier drei reale Beispiele aus dem ersten Halbjahr 2012:

Umsatz dank Direktzugriffen (Last Click): Besucherquellen-Bericht vs. Multi-Channel-Bericht

Frappant – aber logisch. Doch bevor sich einem diese Logik erschliesst, muss man sich klar machen, wie Direct Traffic erfasst wird, und da gibts vor allem zwei Dinge zu berücksichtigen.

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E-Commerce mit EU-Kunden wird anspruchsvoller

Montag, 23. Juli 2012 | Von: | Kategorie: E-Commerce, Online Marketing | 4 Kommentare

Schweizer Websites, die ihre Waren und Dienstleistungen auch in die EU verkaufen, sehen sich ab August 2012 mit deutlich strengeren Gesetzesgrundlagen konfrontiert. Im Fokus steht vor allem die Warenkorb-Übersichtsseite, die sowohl Mindestinformationen enthalten wie auch gestalterischen Vorgaben genügen muss.

Viele Online-Anbieter berufen sich in ihren AGBs auf den Gerichtsstand am Firmensitz in der Schweiz. Sie sind sich nicht im Klaren, dass eine EU-Richtlinie aus dem Jahr 1999 den Verbraucherschutz bei grenzüberschreitenden Einkäufen höher gewichtet als die Interessen der Händler. Klauseln in den AGBs verhindern somit nicht, dass ein EU-Konsument seine Rechte am Wohnsitz einklagen kann.

Informationspflicht vor dem finalen Klick
In Deutschland tritt am 1. August 2012 ein Gesetz zum Verbraucherschutz vor Kostenfallen im Internet in Kraft – in den Medien besser bekannt unter dem Namen Button-Gesetz oder Button-Lösung. Es geht jedoch um weit mehr als um die Schaltfläche zum definitiven Kauf-Klick. Auf der Warenkorb-Übersichtsseite muss der Kunde die folgenden Informationen übersichtlich finden können:

  1. wesentliche Merkmale der gewählten Produkte
  2. Mindestlaufzeit des Vertrags
  3. Gesamtpreis und Versandkosten
  4. Verweis auf die AGBs
  5. Verweis auf das Widerrufsrecht


Der gesetzeskonforme Bestellknopf

Das neue Gesetz macht Vorgaben zur Beschriftung, Gestaltung und Platzierung des Bestellbuttons. Beginnen wir mit dem Wording. Gesetzeskonform sind neu:

  • kaufen
  • Einkauf abschliessen
  • kostenpflichtig bestellen
  • zahlungspflichtig bestellen
  • zahlungspflichtigen Vertrag abschliessen

Unzählige, weit verbreitete Beschriftungen genügen den gesetzlichen Ansprüchen nicht:

  • bestellen
  • Bestellung abschliessen
  • Anmeldung
  • jetzt kaufen
  • jetzt bestellen
  • weiter

Weiter gibt es Ausführungen, wie sich der Button visuell von der übrigen Seite abzuheben hat, wobei die Beurteilung letztlich im Ermessen des Richters liegen dürfte. Gesicherte Aussagen sind hingegen möglich zur Platzierung des Buttons. Er muss unterhalb der Produkte und des Gesamtpreises platziert werden. Ein redundant gesetzter Bestellknopf im oberen Teil der Warenkorb-Gesamtsicht entfällt somit zukünftig für Akteure im EU-Raum. Für die Conversionsoptimierer ist dies keine gute Nachricht.

Was passiert bei Missachtung der gesetzlichen Vorgaben?
Missachtet ein Online-Anbieter die gesetztlichen Vorgaben, so ist der Kaufvertrag nichtig. Der Kunde kann somit selbst nach erfolgter Lieferung und Bezahlung die Ware retournieren und Rückforderungen stellen. Das Risiko schlummert und mögliche wirtschaftliche Schäden können erst viel später eintreten. Daher empfiehlt Yourposition allen Schweizer Online-Anbietern mit grenzüberschreitenden Tätigkeiten die Informationspflicht wahrzunehmen und für die Button-Beschriftung und -Gestaltung mindestens ein rasches A/B-Testing durchzuführen.

Deutsche Regelung wird auch von der EU übernommen
Ab dem 1. August 2012 gelten die obigen Ausführungen für Deutschland. Die übrigen EU-Mitgliedsstaaten übernehmen diese Verbraucherschutz-Regelung in die nationale Gesetzgebungen, wozu sie bis spätestens Ende 2013 Zeit haben.

Welche Websites sind betroffen?
Wann richtet ein Schweizer Online-Anbieter sein Angebot auch an EU-Kunden? Mit dieser Frage hat sich bereits der europäische Gerichtshof befasst. Der Zürcher Rechtsanwalt Lukas Bühlmann hat das Urteil im Detail kommentiert und kommt zu folgender Schlussfolgerung: Die Website adressiert sich dann an ausländische Kunden, wenn Länderflaggen eingesetzt, die Preisangaben in einer Zweitwährung angegeben oder die Portokosten für den grenzüberschreitenden Handel genannt werden. Wer hingegen die Lieferung ins Ausland explizit ausschliesst und sich in der Praxis auch daran hält, hat wenig zu befürchten.

Impressumspflicht in der Schweiz
Der Vollständigkeit halber sei am Schluss auch noch einmal auf die Impressumspflicht verwiesen, die in der Schweiz seit dem 1. April 2012 obligatorisch ist. Im revidierten Bundesgesetz über den unlauteren Wettbewerb UWG müssen Website-Betreiber Name, Postanschrift und E-Mail-Adresse publizieren.

AdWords und Markennamen: Erstes Schweizer Gerichtsurteil

Dienstag, 17. Juli 2012 | Von: | Kategorie: Google AdWords | 5 Kommentare

Seit Herbst 2010 erlaubt Google ohne Einschränkung, AdWords bei der Suche nach fremden Markennamen einblenden zu lassen. Wie jetzt bekannt wurde, hat das Thurgauer Obergericht diese Praxis im September 2011 gut geheissen. Das ist zwar zu begrüssen, aber die Urteilsbegründung enthält ein paar Kuriositäten: AdWords seien eh nutzlos und ähnlich störend wie Banner, das Problem deshalb irrelevant. Der Richterweisheit letzter Schluss kann das nicht sein.

Markennamen Dritter sind problemlos als Keywords in AdWords buchbar, bloss ihre Nennung in den Anzeigentexten kann mit etwelchem Aufwand unterbunden werden. Diese Richtlinien publizierte Google im August 2010, berief sich dabei auf ein Frühjahrsurteil des Europaischen Gerichtshofs (EuGH), und im September 2011 traten die Richtlinien in Kraft. Zumindest in der Schweiz führte dies bisher relativ selten zu Problemen: Vieles wird in unserem kleinen Markt informell geregelt, zudem sorgt Googles Qualitätsfaktor oft dafür, dass derlei Trittbrett-Ads mangels Klickrate bloss reduziert sichtbar werden, und die Kosten pro Klick bei Brand-Begriffen sind nur in Ausnahmefällen merklich angestiegen.

Dennoch ist es unvermeidlich, dass auch hierzulande die Gerichte bemüht werden. Ein erstes Urteil vom 11. September 2011 wurde jetzt publiziert: Das Thurgauer Obergericht hat analog zum EuGH-Urteil entschieden, die AdWords-Buchung einer Drittmarke (konkret handelt es sich um «Ifolor») sei zulässig.

[Update (16.8.2012): Korrekterweise bemerkt Filip Schwarz jr. (Ifolor) in den Kommentaren, dass das Thurgauer Obergericht keineswegs entschieden hat, Brand Bidding sei legal; es hat bloss ein entsprechendes Massnahmegesuch abgewiesen. Insofern ist die Behauptung, es liege jetzt ein erstes Schweizer Gerichtsurteil zu diesem Thema vor, falsch. Konkret heisst es in jenem Massnahmeentscheid:

Mit Massnahmegesuch vom 17. Dezember 2010 verlangte die Gesuchstellerin, der Gesuchsgegnerin sei vorsorglich zu verbieten, die Marke "Ifolor" als Keyword einzusetzen. Der Präsident des Obergerichts des Kantons Thurgau weist das Massnahmegesuch ab.

Was aber nichts daran ändert, dass die richterliche Begründung jener Massnahmegesuchsablehnung ein paar komische Aspekte aufweist...]

Trittbrettfahrten sind nicht immer beabsichtigt

Das ist – unbesehen des konkreten Falls – sicherlich zu begrüssen. Zwar sind wir bei Yourposition der Ansicht, dass man derlei Trittbrettfahrten möglichst unterlassen sollte, da der potenzielle Schaden den messbaren Nutzen übersteigen dürfte: Den paar Kunden, die man damit gewinnt, stehen wohl deutlich mehr User gegenüber, die spätestens nach dem Klick verwirrt oder gar verärgert sind.

Hätte das Obergericht Thurgau aber anders entschieden, wären noch so manche AdWords-Kunden in Teufels Küche geraten, zumal dank Googles Matching-Mechanismen Einblendungen bei der Suche nach Brands sehr oft geschehen, ohne dass der angebliche Markenrechtsverletzer das konkret beabsichtigt hat: Bei einer Google-Suche nach «möbel märki» beispielsweise wimmelt es von Textanzeigen – und zwar des Keywords «möbel» wegen, und nicht primär, weil man dem Märki die Kunden klauen will. Dieser Effekt (der auch unterdrückt werden kann) mag wohl auch einen Teil der zahlreichen Fremdbuchungen erklären, die etwa Media Focus ausweist (PDF, ca. 350 KB).

AdWords «oft nutzlos»?

Derlei Dinge aber spielten bei der Urteilsfindung keine Rolle. Stattdessen argumentiert das Obergericht Thurgau interessanterweise damit, AdWords seien erstens klar als Werbung zu erkennen und zweitens unbedeutend.

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AdWords: Sinkt der CPC in der Schweiz?

Freitag, 22. Juni 2012 | Von: | Kategorie: Google AdWords | 0 Kommentare

Als Google im Januar 2012 die Quartalswerte des Q4/2011 präsentierte, sorgte vor allem eine Kennzahl für Unruhe: Die Kosten pro Klick (CPC) waren im Vergleich zum vierten Quartal des Vorjahrs um 8% gefallen – ein Trend, der sich im ersten Quartal 2012 gleich fortsetzte: AdWords-Klicks waren in diesem Zeitraum für 12% weniger zu haben gewesen als noch im Vorjahr. Stellt sich die Frage: Was machen die CPCs in der Schweiz?

Klickpreise bei Google AdWords unterliegen naturgemäss starken Schwankungen, die Einflussfaktoren sind zahlreich – eine kleine Auswahl:

  • Konkurrenz: Steigt der Konkurrenzkampf um ein Keyword, erhöht sich der CPC mit einiger Wahrscheinlichkeit.
  • Rentabilitätssziele: Immer mehr Advertiser verlängern die angenommene Amortisationszeit ihres Inventments; das erlaubt höhere Klickgebote.
  • Währungsschwankungen: Die Leitwährung der AdWords-Auktion ist der US Dollar. Schwächelt er, dämpft das die CPCs in den Märkten ausserhalb der USA, wo Google inzwischen knapp mehr als die Hälfte seines Umsatzes erwirtschaftet.
  • Kaufkraft: Je nach Konjunkturlage kann sich eine Schere zwischen Kaufabsicht und Kaufkraft auftun; gesucht und geklickt wird zwar weiter, aber es wird seltener gekauft. Die Folge: Der Wert eines Klicks fällt, die Klickgebote und die CPCs damit.
  • Änderungen innerhalb von AdWords selber: Neue Rotationsmöglichkeiten, Dynamic Search Ads (DSA), Product Listing Ads (PLA)… gerade in den letzten Monaten hat Google zahlreiche Neuerungen gebracht, die die Klickpreise beeinflussen; DSA und PLA etwa liefern substanziellen und zu nahezu 100% zusätzlichen Traffic zu unterdurchschnittlichen CPCs.
  • Ad Management: Aktive AdWords-Optimierung vermag den CPC zu senken, selbst wenn der Markt ringsum verrückt spielt.

Für den Rückgang der CPCs 2011 und 2012 insgesamt macht Google vor allem Währungsschwankungen verantwortlich: Ihretwegen gingen allein im Q4/2011 satte 239 Millionen Dollar flöten – knapp 6% des tatsächlich erzielten Umsatzes. Eine Differenz bleibt aber auch so, selbst währungsbereinigt befinden sich die CPCs also offenbar im Sinkflug.

Wie sieht das in der Schweiz aus? Sinken die CPCs auch hier? Wir sind dieser Frage mal anhand eines Samples von etlichen dutzend Millionen Klicks nachgegangen (nur Search, ohne Google Display Network).

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