Facebook will eine Suchmaschine werden – Teil 2

Mittwoch, 17. Juli 2013 | Von: | Kategorie: Andere Suchmaschinen | 0 Kommentare

Mit der Einführung von Graph Search wächst die Bedeutung der Facebook-Präsenz von Unternehmen. In besonderem Masse trifft dies auf die Gastronomie, Hotellerie und auf Anbieter von Freizeitaktivitäten zu. Für alle Unternehmen gilt jedoch: Wer seine Präsenz nicht selber gestaltet, wird von Dritten dargestellt.

Wer kennt sie nicht, die unverwechselbaren Werbespots der Fischer Bettwarenfabrik aus Wädenswil? Auf Youtube wurden die Spots bereits über 80’000 Mal angeklickt und ziemlich aktiv kommentiert. Laut eigenen Angaben besuchen jährlich über 3’000 Personen die Bettwarenfabrik, um der Reinigung ihrer Duvets, Federn und Daunen beizuwohnen. Das ist ein riesiges Potenzial für virales Marketing auf sozialen Netzwerken. Nun, auf Facebook gibt es zwar eine offizielle Seite mit 38 Likes, doch parallel dazu gibt es auch eine inoffizielle Seite und einen separat geführten Ort (Place). Die wenigen sozialen Interaktionen werden nicht gebündelt und vermutlich hat die Firma auch nicht alle Kontaktpunkte im Blickfeld. Würde es der Bettwarenfabrik gelingen, auch nur zehn Prozent der Besucher zu einer sozialen Interaktion zu animieren, könnten sie nach der Einführung von Graph Search mit einer potenzialen Reichweite von rund 60‘000 Personen rechnen, nämlich 300 Besucher und deren je rund 200 Freunde. weiterlesen

Street View für drinnen: Google Business Photos

Dienstag, 9. Juli 2013 | Von: | Kategorie: Google Maps & Local, In eigener Sache | 2 Kommentare

Ende Mai hat Google Schweiz den Google-Maps-Dienst Business Photos auch in der Schweiz lanciert. Mit Business Photos wird die Möglichkeit, mit Street View Orte aus der Ferne zu erkunden, auf das Innere von Läden, Restaurants oder Büros erweitert.

Die 360°-Panoramen fügen sich nahtlos in Google Maps ein, sind auf den Google+ Local Firmenprofilen zu sehen und genrieren Aufmerksamkeit in Google Such-Resultaten. Und natürlich können sie auch auf Websites eingebettet werden:

Beim Rundgang durch unsere Büros kann man entdecken, dass wir eine Kununu Open Company sind, dass der Champagner noch nicht kühl gestellt wurde oder dass wir tatsächlich von morgens bis abends in AdWords Accounts herumturnen.

Gerne hätten wir natürlich auch ein 360°-Teambild gemacht, doch Gesichter müssen konsequent unkenntlich gemacht werden: Die bundesgerichtlich festgelegte 99%-Verpixelungspflicht gilt auch hier.

Die Panorama-Bilder werden nur von einer Reihe akkreditierter Fotografen und kostenpflichtig erstellt: In einem Shooting, das je nach Umfang 1 bis 2 Stunden dauert, werden die Lokalitäten mit einer handelsüblichen Spiegelreflexkamera mit Weitwinkelobjektiv aufgenommen und bereits nach 3 bis 5 Arbeitstagen sind die Google Business Photos live. Für den Eintrag auf Google Maps und das Google+ Local Profil fallen keine Kosten an.

Facebook will eine Suchmaschine werden – Teil 1

Montag, 8. Juli 2013 | Von: | Kategorie: Andere Suchmaschinen, Online Marketing | 1 Kommentar

Wir Facebook-User entwickeln den Index für die Facebook-Suchmaschine von morgen. Meine Likes und Check-Ins werden bei meinen Freunden und deren Freunden als Suchergebnisse auftauchen. Dieser erste Blog-Post skizziert eine Reihe von Auswirkungen von Graph Search für Privatpersonen. Der zweite Teil wird sich den Chancen widmen, die sich jenen Unternehmen und Organisationen eröffnen, die eine Seite betreiben.

Facebook hat zu Beginn dieses Jahres in einem Paukenschlag den Graph Search angekündigt. Wer die Sprache auf US-English umstellt und sich für das Beta anmeldet, kann die neuen Möglichkeiten bereits testen. Alternativ vermittelt das Youtube-Video von Thomas Houston einen guten Eindruck über die neuen Funktionen.

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«OK Glass: Reveal Truth!»

Montag, 1. Juli 2013 | Von: | Kategorie: Google allgemein, In eigener Sache, Youtube | 0 Kommentare

Nahezu 25’000 Views auf YouTube, unzählige Shares und Tweets, Presseberichte selbst ennet der Grenze: Unser Video, das uns dabei zeigte, wie wir exklusiv Google Glass testen durften, verbreitete sich kräftig im Web. Doch leider, leider war alles bloss frei erfunden.

In diesem Sommer jährt sich die Gründung von Yourposition zum zehnten Mal. Grund genug, fanden wir, um unser Unternehmen ins Flutlicht zu rücken, Team und Räume vorzustellen, und das auf eine nicht unbedingt alltägliche Weise. Mit diesem zugegebenermassen etwas dürren Briefing wandten wir uns im März an Markus Gabriel, Inhaber der Crossover Agentur Angelink und Mitgründer von Yourposition.

Zwei Tage später lieferte er die ausgereifte Idee: Yourposition testet zum Geburtstag das heisseste Gadget des Jahres.

In aller Heimlichkeit liefen anschliessend die Vorbereitungen an: Angelink schrieb das Drehbuch, 3d-prototyp.com stellte im 3D-Druckverfahren rund 15 Exemplare von «Google Glass» her, und Mitte Mai war mit den Movie Wizards von Guave Motion Drehtag. Das Yourposition-Team wusste da noch von nichts – Überraschung und Zweifel auf den Gesichtern, die das Video zeigt, waren echt. Alles andere keineswegs, wie das «Making Of» zeigt:

Ende Mai luden wir den Originalfilm auf YouTube hoch und waren bestens vorbereitet. So gab es beispielsweise klare Sprachregelungen fürs ganze Team, wie man auf die verschiedenen zu erwartenden Zweifelsäusserungen zu reagieren habe.

Alles für die Katz: Zweifel kamen gar nicht erst auf. Stattdessen bettelte man öffentlich bei Google darum, «Google Glass» ebenfalls testen zu dürfen. Man schickte uns verzweifelte E-Mails und stellte Aufträge in Aussicht, nur um das Ding auch mal auf die Nase schieben zu dürfen. Man riss Blondinenwitze auf unsere Kosten. Man vermutete scherzhaft (und dabei völlig korrekt), wir hätten doch bloss einen 3D-Drucker angeworfen. Man schimpfte uns «Lucky Bastards». Aber man zweifelte kaum.

Bis uns die SonntagsZeitung mit unserer Erlaubnis outete. Inzwischen macht die Meldung auch in Deutschland die Runde.

Derzeit vollführt die kleine Geschichte sogar eine Zusatzspirale: Es gibt Leute, die nicht daran glauben wollten, dass es sich um einen Scherz gehandelt hat. Sie vermuten stattdessen, uns sei die Sache zu heiss geworden, weshalb wir nun den Hinterausgang beschreiten würden.

Das trifft aber nicht zu, und deshalb an dieser Stelle die eidesstattliche Erklärung: Wir haben – ganz ehrlich – gelogen.

Allerdings: Als unser Mitarbeiter und Magician in Residence Simon Griesser anlässlich unserer Jubiläumsparty demonstrierte, wie man mit «Google Glass» sogar Gedanken lesen kann, kamen selbst uns von Yourposition auf einmal Zweifel…

Vielen Dank all jenen, die mitgemacht, das Video verbreitet und ihre Zweifel womöglich für sich behalten haben. Und wer sich genasführt fühlen sollte, den bitten wir um Nachsicht: Wir hoffen, es habe trotzdem so viel Spass gemacht wie uns.

Cross- und Upselling mit Remarketing

Donnerstag, 27. Juni 2013 | Von: | Kategorie: Google AdWords, Online Marketing | 3 Kommentare

Neukunden gewinnen ist teuer, eine bekannte Marketingweisheit. Gemäss einer alten Marketingregel ist die Neugewinnung von Kunden bis fünf Mal teurer als die Kundenbindung. Was liegt da näher, als die bereits einmal für einen Websitebesuch oder einen Onlinekauf gewonnen Kunden ein zweites und drittes Mal anzusprechen und diesen weitere oder ergänzende Produkte anzubieten? Mit verbesserten und neuen Remarketing-Tools bietet Google AdWords dazu die besten Voraussetzungen.

Remarketing im GDN

Mit dem klassischen Remarketing können wir ehemalige Website-Besucher und Käufer auf Listen sammeln und diesen im Google Display-Netzwerk (GDN) gezielt Anzeigen einblenden. Dazu wurden im vergangenen Jahr zwei neue Codes mit erweiterten Möglichkeiten eingeführt. Der neue AdWords-Remarketing-Code, der auf allen Seiten einer Website eingebaut wird, ermöglicht beispielsweise, Remarketing-Listen aufgrund von besuchten URLs anzulegen. So können etwa Besucher, die sich auf der Website über Kaffeemaschinen informiert haben, anschliessend mit Displayanzeigen auf das Angebot an Kaffeebohnen aufmerksam gemacht werden. Sehr beliebt und effektiv ist auch die Möglichkeit, jene Website-Besucher ein zweites Mal anzusprechen, die Produkte in den Warenkorb gelegt, jedoch nichts gekauft haben. Anstelle des AdWords-Remarketing-Codes kann neu auch ein erweiterter Analytics-Code für das Remarketing verwendet werden. Dieser erlaubt es, beim Remarketing auf Analytics-Metriken zurückzugreifen. Beispielsweise können Werbeanzeigen nur Websitebesuchern angezeigt werden, die mindestens fünf Seiten besucht haben, mehr als 30 Sekunden auf der Website verbrachten oder ein PDF heruntergeladen haben. weiterlesen

«Auction Insights»: AdWords-Daten der Konkurrenz erheben

Freitag, 14. Juni 2013 | Von: | Kategorie: Google AdWords | 0 Kommentare

Im Mai 2012 lancierte Google die sogenannten «Auction Insights», die AdWords-Werte der Konkurrenz liefern. Spannende Daten zwar, aber dennoch nur begrenzt nützlich, da sie nur Keyword für Keyword zur Verfügung standen. Jetzt hat Google nachgelegt: Ab sofort sind die «Auction Insights» für jedes gewünschte Keyword Set abrufbar und haben damit massiv an Wert gewonnen.

AdWords-Daten der Konkurrenz können jetzt umstandslos für ganze Kampagnen, einzelne Anzeigengruppen oder auch beliebig gefilterte Keyword Sets abgerufen werden:

auction-insights-campaign

Ebene wählen, zu untersuchendes Objekt wählen (Kampagne, Anzeigengruppe, Keyword) und unter «Details» die Auktionsdaten fürs Ausgewählte anklicken. Et voilà:

auction-insights-details

Die verfügbaren Metriken:

  • Anteil an möglichen Impressionen
    Auch bekannt als «Impression Share»; kann mittels Vergleich durchaus einen Hinweis darauf liefern, ob die Konkurrenz mit mehr oder weniger Budget unterwegs ist.
  • Durchschn. Position
    Bietet die Konkurrenz aggressiver? Hat sie einen höheren Quality Score? Die Gründe erschliessen sich natürlich nicht, aber immerhin wird sichtbar, ob die Konkurrenz tendenziell höher oben eingeblendet wird.
  • Überschneidungsrate
    Wer wird wie oft zugleich mit mir selber eingeblendet?
  • Position über Rate
    Falls einer zugleich mit mir eingeblendet wird, wie oft hat er dabei eine bessere Position?
  • Top-of-Page-Rate
    Wer steht wie oft über den organischen Treffern?

Besonders praktischer Anwendungsfall: Wer fährt bei mir Trittbrett? Brand Keywords filtern, «Auction Insights» abrufen – und schon wird ersichtlich, wer (wenn auch möglicherweise dank Broad-Match-Effekten) ein AdWord ausgespielt kriegt, wenn nach meinem eigenen Brand gesucht wird.

Damit lässt sich die AdWords-Landschaft für ganze Themenkreise schnell nachzeichnen, und man kann die eigene Strategie schneller als bisher auf die Konkurrenz ausrichten. Allerdings: Das gilt logischerweise auch für die Konkurrenz.

Für erfahrene AdWords Campaigner stellen diese neuen «Auction Insights» auf jeden Fall nützliche Informationen bereit, und sie werden auch nicht in die Denkfalle tappen, diese zusätzliche Transparenz als plumpe Aufforderung zur Budgeterhöhung zu verstehen: So tickt Google nicht.

Einen Punkt finde ich aber dennoch erstaunlich: Weder im Mai des letzten Jahrs, als Google die «Auction Insights» lancierte, noch diesmal, wo die Transparenz erheblich erhöht wird, gab es nennenswerte Proteste. Dabei wären jene Proteste nicht einmal schwer zu verstehen: Gewiss, mit 3rd Party Tools wie etwa Searchmetrics sind ähnliche Daten schon lange zu gewinnen. Aber immerhin liefert Google mit den «Auction Insights» zum allerersten Mal selber Informationen dazu, was ganz konkrete Unternehmen mit AdWords denn so anstellen. Fühlte sich dabei jemand auf die Füsse getreten, wäre das durchaus verständlich.

Entweder gewichtet man den eigenen Informationsgewinn höher als jenen der Konkurrenz, oder aber die «Auction Insights» erfreuen sich weitestgehender Unbekanntheit.

Ich selber finde es fraglos toll, AdWords-Präsenzen mit «Auction Insights» benchmarken zu können. Doch geht das wirklich allen so?

 

Google Glass im Yourposition-Test

Montag, 27. Mai 2013 | Von: | Kategorie: Google allgemein, In eigener Sache | 2 Kommentare

«OK Glass!» – fünf Tage lang war dies der meistgehörte Satz in unseren Büros in Zürich Oerlikon: In Teamstärke durften wir das meistdiskutierte, am heissesten begehrte Gadget des Jahres testen: Google Glass. Unser Fazit: Her damit!

Wir fassten es als Geburtstagsgeschenk auf: Seit ziemlich genau 10 Jahren prägt Yourposition den Schweizer Markt in «all things Google» leidenschaftlich mit. Seit einer Dekade sind wir «Google Addicts», wie Beat Muttenzer vor der Kamera (Video siehe unten) zu Recht zu Protokoll gibt, und arbeiten seit Jahren bestens mit Google zusammen.

Kein Wunder, zierten wir uns nicht lange. Auf die Frage der Zentrale in Zürich, ob wir Google Glass im Rahmen eines europäischen Feldversuchs testen möchten, gab es nur eine denkbare Antwort: Ja, unbedingt!

So liefen denn unsere 20 Leute tagelang mit jener merkwürdigen Brille durch die Büros und die Stadt Zürich, stiessen unvermittelt («OK Glass!») merkwürdige Fragen, Sätze, Wünsche aus und klangen oftmals idiotisch (mit Geräten spricht man reflexartig wie mit Kleinkindern) und testeten anhand von Checklists etwa die GPS-Genauigkeit (hoch), die Funktionstüchtigkeit des deutschen Sprach-Interfaces (beta, aber lustig) sowie weitere Features (geheim).

Im meterlangen NDA wird verständlicherweise nahezu jede Information nach aussen untersagt, abgesehen von diesem Blog Post. Und so oft sich auch die Köpfe der Passanten drehen mochten: Jegliche Auskunft war uns untersagt. Daran hielten und halten wir uns selbstverständlich, und deshalb können wir auch hier nicht allzu viel verraten.

Eines aber wurde rasch klar: Google Glass hat eine grosse Zukunft vor sich. An den permanenten Begleiter, der vor dem Auge hängt und einen mit nützlichen Infos versorgt, gewöhnt man sich rasch. Klar: Um Mitternacht in Seebach zu stranden, weil man lieber den Bildschirm anschielt statt das Nummernschild des Busses, ist ärgerlich. Doch dafür kann Google ja nichts. Und dass das Interface mit der deutschen Sprache noch etwas auf Kriegsfuss steht, ist auch nicht weiter schlimm: Wir lernten auf diese Weise viele neue Leute kennen, die Glass irrtümlich anrief.

Das beste am Ganzen: Wir dürfen das Gadget behalten. Zurückgesetzt auf die amerikanische Developer-Variante zwar, aber trotzdem. Und bei Yourposition gibts niemanden, der sich nicht auf den lokalen Rollout freuen würde.

Thank you, Google!

Yourposition auf der ONE

Dienstag, 7. Mai 2013 | Von: | Kategorie: In eigener Sache | 0 Kommentare

Konferenz, Blogwerk Ideenlabor & Swiss E-Commerce Award – Yourposition ist auf der ONE gleich mehrfach präsent. Die ONE ist in der nächsten Woche am 15./16. Mai bereits zum zweiten Mal Anlaufpunkt für die Schweizer Web Business Experten. Im begleitenden Konferenzprogramm wie auch im Ausstellungsbereich ist Yourposition mit Vorträgen und Kurz-Workshops präsent. Und auch im Hintergrund zieht Yourposition am einen oder anderen Faden.

An der begleitenden Konferenz spricht Lukas Stuber, Geschäftsführer von Yourposition, im Slot «Suchmaschinenoptimierung» über Möglichkeiten und Notwendigkeiten bei der Messung von SEO-Aktivitäten. Im Ausstellungsbereich führt Yourposition im Rahmen des Blogwerk Ideenlabors live SEO- Checks durch und gibt wertvolle Tipps für die technische, inhaltliche und strukturelle Optimierung einer Website.

Und auch im Hintergrund ist Yourposition wieder auf der ONE aktiv: Beat Muttenzer ist auch in diesem Jahr Jury-Mitglied des Swiss E-Commerce Award, der 2013 zum zweiten Mal in verschiedenen Kategorien verliehen wird.

Für alle Slots der Konferenz besteht die Möglichkeit, via Yourposition zu reduzierten Mitgliederkonditionen (CHF 225 statt CHF 295) teilzunehmen. Kontaktaufnahme genügt

SMX München 2013 – Rückblick

Donnerstag, 18. April 2013 | Von: | Kategorie: Suchmaschinenoptimierung | 0 Kommentare

An der SMX München 2013 vom 9./10. April teilten internationale Top-Referenten ihr SEO- und SEA-Wissen. Ein Rückblick auf die wichtigsten Learnings und Trends.

Über 55 Referate in 5 parallel laufenden Tracks – die Qual der Wahl war gross an der diesjähreigen SMX in München. In doppelter Besetzung versuchten wir möglichst viele relevante Sessions zu besuchen. Klare Trends und viele Learnings waren das Resultat.

"Webmasters on the Roof" - SMX München 2013

“Webmasters on the Roof” – SMX München 2013

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Video-Ads auf YouTube Schweiz

Dienstag, 9. April 2013 | Von: | Kategorie: Google AdWords, Youtube | 0 Kommentare

Wie Google Schweiz heute mitteilt, ist es ab sofort auch in der Schweiz möglich, sogenannte Bewegtbildwerbung auf YouTube zu platzieren. Bisher konnten nur Textanzeigen und Banner geschaltet werden.

Was die Reichweite betrifft eröffnet YouTube neue Dimensionen: Mit 1.9 Millionen Nutzern pro Monat und einer Reichweite von 49% der Online Bevölkerung stellt es sogar grosse Schweizer Newsportale in den Schatten. Zudem sind die Besucher reifer als erwartet: 61% sind älter als 35 Jahre.

Google selbst proklamiert 2012 in Case Studies eindrückliche Erfolgswerte. Mit Ads auf YouTube soll der Website Traffic um bis zu 20% gesteigert, das relevante Suchvolumen um 5% und die Bekanntheit um Faktor 1.5 erhöht werden können.
Voraussetzungen sind neben dem eigenen Brand Channel informative und unterhaltsame Videos über das Unternehmen resp. die zu bewerbenden Produkte. Dass die Video-Inhalte weiterhin auch über die eigene Website, den Blog und die Social Media Kanäle verbreitet werden sollten, versteht sich von selbst. Jedoch soll es nun noch einfacher werden, dort zu werben, wo sich die Kunden aufhalten.

Anzeigeformate auf Reservierungsbasis

Die prominentesten Anzeigeformate – Standard Masthead und Masthead Lite – können Werbetreibende direkt auf der YouTube Startseite platzieren. Der Standard Masthead kostet für 24 Stunden CHF 16‘000.– und bringt es mit 1.4 Mio. prognostizierten Kontakten auf einen vergleichsweise günstigen tkp von 11 Franken. Auf den Watch Pages können zudem verschiedene In-Stream und InVideo-Formate und MPU (Medium Rectangle) gebucht werden. Das Pricing bemisst sich hier in Abhängigkeit der Anzahl verschiedener Ausrichtungen – je spezifischer das Targeting, desto teurer.

Auktionsbasierte Anzeigeformate

Für performance-verwöhnte AdWords-Kunden steht neben den eher Brand-orientierten Reservierungs-Optionen eine Reihe an auktionsbasierten Anzeigeformaten- und Ausrichtungen zur Verfügung. Bezahlt wird bei den TrueView-Formaten nicht pro Click wie in einer AdWords-Auktion, sondern pro View (Cost per View, CPV). Und dies erst, wenn der Besucher mindestens 30 Sekunden – oder bei kürzerer Dauer das ganze Video – angeschaut hat.
Weniger aufdringlich sind In-Search Anzeigen, die ähnlich wie bei der Google-Suche zu passenden Suchanfragen ausgespielt werden.

Suchanfrage "skifahren"

Suchanfrage “skifahren”

Dabei zu bedenken gilt es, dass der YouTube User nicht nur informiert, sondern primär unterhalten werden möchte. Entsprechend sucht er vielleicht nach Inspiration zum Thema Skifahren oder Freestyle Snowboarden anstelle bereits konkret nach Skigebiet Engelberg Saisonkarte nachzufragen.

Gut zu wissen: Reservierte Anzeigeformate werden immer zuerst ausgeliefert. So kann es vorkommen, dass auktionsbasierte Kampagnen erst nach dem Mittagessen zum Zug kommen…

Targeting Optionen

Die Display-Targeting-Optionen sind altbewährt – neben Placements stehen wiederum Interessen-, Themen und Kontext-Targeting zur Verfügung. Bei den demographischen Selektionskriterien besteht die Wahl zwischen abgestuften Altersgruppen und dem Geschlecht.

Bei der YouTube Suche (In-Search) sind die identischen Keyword-Optionen wie bei der Google Suche anzutreffen, wobei die Treffsicherheit bei der semantischen Zuordnung wohl noch nicht das Niveau der Google Suche erreicht hat. Dies lässt ein erster Suchanfragereport zu „weitgehend passenden“ Keywords vermuten.
Nicht zu vergessen sind die neuen Remarketing-Optionen, die sich mit diesen Neuerungen ergeben. Und damit zum Schlüsselgedanken –dort werben, wo sich der Kunde aufhält: Neben den Besuchern der Website können mit AdWords nun auch die Besucher des eigenen YouTube-Channels und sogar die Video-Konsumenten per Retargeting angesprochen werden. Im Gegensatz zur eigenen Website ist kein Einbau eines Remarketing Tags notwendig. Die Verknüpfung des AdWords-Kontos im Bereich „Alle Videokampagnen“ mit dem YouTube-Konto reicht aus, damit die Remarketinglisten als Zielgruppe zur Auswahl stehen.

Werbekunden gewinnen

Ob sich diese neue Branding-Optionen im Mediamix nur komplementär oder tatsächlich kannibalisierend zur klassischen TV-Werbung auswirken werden, bleibt abzuwarten. Laut Recherchen vom Tages-Anzeiger könnten die Bestrebungen von Google durchaus in diese Richtung zielen.
„Was zählt, sind die Werbekunden“ – ist das Fazit des erst kürzlich publizierten Artikels aus gleicher Quelle.
Soviel steht fest: Während „Generation Second Screen“ auf dem Sofa noch mühselig nach der Website suchen muss, ist der YouTube-Besucher von vorneherein nur 1 Klick vom Shop entfernt.

Die Jagd auf die beste Viedo-Ad Response Rate ist nun also auch in der Schweiz eröffnet. Einige User werden sich wohl bald die guten alten Zeiten zurückwünschen oder sich nach einer zahlungspflichtigen werbefreien Version sehnen.

Für Rückfragen, Reservationen und persönliche Unterstützung stehen wir gerne zur Verfügung. Sie erreichen uns unter Tel +41 44 576 48 11 bzw. info@yourposition.ch.

 

Yourposition an der Swiss Online Marketing 2013
Unser Schwerpunktthema: Die Customer Journey.

Besuchen Sie uns direkt an der Messe. Gratis-Eintritt und Gesprächstermin: http://www.yourposition.ch/som-2013