Yourposition wächst – mit neuen Kunden und Mitarbeitern

Freitag, 22. Juli 2011 | Von: | Kategorie: In eigener Sache, Medienmitteilungen | 0 Kommentare

Auf anhaltendem Erfolgskurs befindet sich die Yourposition GmbH, führende Spezialagentur der Schweiz für Suchmaschinenmarketing und Web Analytics. Nachdem bereits Anfang des Jahres zahlreiche neue Grosskunden gewonnen werden konnten, betreut Yourposition nun auch die Textagentur Supertext und den Touring Club Schweiz (TCS) in den Bereichen Suchmaschinenoptimierung, Google AdWords und Web Analytics. Mit Nil Schelling, Absolventin des UBC Award of Achievement in Web Analytics, wurde das Team ausserdem um eine weitere ausgewiesene Webanalyse-Spezialistin erweitert.

„Viele Schweizer Unternehmen haben verstanden, dass ein zielgerichtetes Suchmaschinenmarketing fester Bestandteil der Online Marketing Strategie sein muss“, so Beat Muttenzer, Geschäftsführer von Yourposition und Leiter des Bereichs Web Analytics. „Aber auch die Sensibilität für die Themen Erfolgsmessung und Web Analytics wächst stetig.“

Angesichts des kontinuierlichen Erfolgs wächst Yourposition auch in personeller Hinsicht: Nil Schelling verstärkt seit Juni die Geschäftsbereiche Suchmaschinenoptimierung und Web Analytics und berät Kunden bei der Implementierung und Auswertung ihrer Online-Messtools.

Google Shopping in der Schweiz

Dienstag, 7. Juni 2011 | Von: | Kategorie: Google allgemein, Online Marketing | 4 Kommentare

Dass Google Shopping eine tolle Sache ist, weiss man ausserhalb der Schweiz schon seit einiger Zeit – seit neustem u.a. auch in Italien, Spanien und Australien. Auch der Schweizer Markt wird nicht mehr allzu lange warten müssen, bis die Produktsuche auf google.ch verfügbar ist.

Wie die weltweit erfolgreiche Google Shopping Suche ausschaut, welche Business-Potenziale in der neuen Suche liegen und welche Vorbereitungen E-Commerce-Plattformen schon heute treffen können, erläuterte Lukas Stuber am 6.6.2011 in seinem Vortrag auf dem eCommerce Breakfast Zürich. Die Verknüpfung von Google Shopping mit Google AdWords waren dort ebenso Thema wie die Zusammenhänge zwischen Produktsuche, User-Bewertungen und Suchmaschinenoptimierung.

Branchenstudie Consumer Electronics: Suchmaschinenmarketing in der Schweiz

Donnerstag, 5. Mai 2011 | Von: | Kategorie: Medienmitteilungen | 0 Kommentare

Die keyword-reiche Unterhaltungselektronik gehört bei Google zu den (ab)gefragtesten Branchen. Die Branchen-Leader unter den Schweizer Onlineshops behandeln diesen wichtigen Kundenzubringer jedoch erstaunlich stiefmütterlich. Zu diesem Ergebnis kommt die jüngste Branchenstudie der Schweizer Suchmaschinenmarketing-Spezialistin Yourposition.

Yourposition analysierte im Rahmen einer sechswöchigen Untersuchung die Suchmaschinen-Performance von zwanzig Schweizer Online Shops im Bereich Consumer Electronics. Mithilfe der SEO-Software Searchmetrics Suite wurden sowohl organische Suchergebnisse als auch bezahlte Google AdWords Anzeigen beobachtet. In beiden Bereichen ortet die Studie erhebliches Optimierungspotenzial.

Grafik: SEM-Performance von Online-Shops

Die Sichtbarkeit der untersuchten Shops im organischen Google Ranking ist vor allem aufgrund inhaltlicher und technischer Schwächen der Domains eingeschränkt. Spitzenreiter in diesem Bereich sind digitec.ch und interdiscount.ch. Für ein ausgewähltes Set an zwanzig Keywords sind die analysierten Shops insgesamt aber nur punktuell auf der ersten Suchergebnisseite bei google.ch präsent. Dominiert werden die Trefferlisten von Spezial-Shops, Testportalen und Informationswebsites.

Bei bezahlten Suchergebnissen setzt sich brack.ch durch eine positive Performance in Google AdWords deutlich von der Konkurrenz ab.

«Man sollte vermuten, dass Shops für Unterhaltungselektronik ein grosses Interesse daran haben, für Begriffe wie ‚Fotokamera‘ oder ‚LCD Fernseher‘ gut bei Google platziert zu sein. Umso überraschter waren wir, dass die untersuchten Domains nur sehr bedingt in Suchergebnissen sichtbar sind», so Lukas Stuber, Geschäftsführer von Yourposition. «Das Feld wird oft kampflos Vergleichsportalen oder Spezial-Shops überlassen.»

Eine Kurzfassung der Studie steht unter http://www.yourposition.ch/publikationen/sem-branchenstudien zum Download bereit. Die ausführliche Studie kann auf Anfrage kostenlos zur Verfügung gestellt werden.

(Medienmitteilung vom 5. Mai 2011)

«+1»: I like à la Google

Dienstag, 12. April 2011 | Von: | Kategorie: Google AdWords, Google allgemein, Suchmaschinenoptimierung | 3 Kommentare

Ende März lancierte Google seinen +1 Button. Ein weiterer Versuch, einen Social Media Layer über die Trefferlisten zu legen und zusätzlich von Usern generierte Ranking-Signale zu erhalten. Live ist +1 erst in Google.com und die aktive Nutzung setzt einen Google Account, ein Google Profile sowie eingeloggtes Suchen voraus.

Die Diskussionen um die Qualität der Google-Treffer, der grossmächtige Farmer- oder Panda-UpdateFacebooks steigende Martktanteile in Sachen Search sowie Bing/Yahoos Sprung über die 30%-Marke machen es augenfällig: Google braucht dringend neue Ranking-Signale, und Google muss nicht minder dringend vorwärtsmachen in Sachen Social Media. Die Antwort, die Google am 31. März 2011 lancierte, hat mit beiden Problemkreisen zugleich zu tun: +1.

Die wichtigsten Links vornweg:

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MySignTALK: Suchmaschinenoptimierung

Sonntag, 10. April 2011 | Von: | Kategorie: In eigener Sache, Suchmaschinenoptimierung | 0 Kommentare

Mitte März war ich zu Gast bei MySign in Olten, durfte auf einem bequemen weissen Sessel Platz nehmen und Mike Müllers Fragen zur aktuellen Reputationsmisere der SEOs, zu Linkkauf, Farmer Update und der Zukunft der Suchmaschinenoptimierung beantworten. Hat Spass gemacht.

MySignTALK mit Lukas Stuber von Yourposition – Zukunft der Suchmaschinen-Optimierung

Wer hat Angst vor dem Internet? – Blacksocks Abonnement gewinnen!

Donnerstag, 24. März 2011 | Von: | Kategorie: Off Topic | 9 Kommentare

Das Internet und die digitale Welt bieten uns viele Chancen – schüren jedoch auch Ängste. Der Schweizer Datenschützer Hanspeter Thür führt einen engagierten Feldzug gegen Google Streetview. Interaktive Videospiele werden für die Verdummung der Jugend und noch viel Schlimmeres verantwortlich gemacht. Und ständig werden wir ermahnt, die virtuelle Cloud über unseren Köpfen zur Sicherheit möglichst klein zu halten. Facebook und Twitter lösen Revolutionen mit aus, und doch verweisen wichtige öffentliche Meinungsbildner unserer Gesellschaft stolz auf ihre fehlende Social Media-Präsenz. Dass dieser Abwehrreflex gegenüber neuen Medien völlig menschlich ist, zeigt ein Blick in die Vergangenheit. Finden Sie den besten, kreativsten Grund, wieso wir uns vor dem Internet fürchten müssen und gewinnen Sie ein Blacksocks Socken-Abonnement.

Die Angst vor neuen Medien wurde bereits 370 v. Chr. ein erstes Mal zum Ausdruck gebracht. Die aufkommende Schrift liess den grossen Philosophen Sokrates befürchten, „diese Erfindung wird der Lernenden Seelen vielmehr Vergessenheit einflössen aus Vernachlässigung des Gedächtnisses.“

Die Schrift setzte sich trotzdem durch, wurde jedoch bald in grauenhafter Manier in Medien wie der Zeitung verwurstet. Ashasverus Fritschi befand 1676 über die unsäglichen Zeitungsleser: „Sie lechzen danach, täglich nach Neuem zu fragen, Neues zu hören, Neues zu erzählen. [...].“

Doch nicht nur Zeitungsleser, sondern auch Bücherwürmer bekommen im Laufe der Geschichte ihr Fett weg. 1821 befand der Schriftsteller Heinrich Zschokke über den süchtig-machenden Roman: „Die Lesesucht ist eine unmässige Begierde, seinen eigenen, untätigen Geist mit den Einbildungen und Vorstellungen Anderer aus deren Schriften vorübergehend zu vergnügen. Man liest, nicht um sich mit Kenntnissen zu bereichern, sondern um zu lesen.“

Sie lesen keine Bücher, sondern mögen lieber Filme? Auch dann sollten Sie sich in Acht nehmen, denn Herrmann Schachenmann brachte 1909 seine Überzeugung zum Besten, dass uns das Kino unglücklich mache. Denn „durch die geschminkte parfümierte Welt ihrer Gedanken verekeln und verleiden sie sich diese Welt und gehen schliesslich als unverstandene, unglückliche Menschen durchs Leben. Wer sich an all’ dies Zeugs gewöhnt hat, findet sich in dieser Welt überhaupt nicht mehr zurecht oder erst nach langen Umwegen, nachdem er schweres Lehrgeld hat zahlen müssen.“

Aber auch die Gefahrenpotenziale anderer Medien wurden jeweils schnell erkannt: Leopold von Wiese war 1930 überzeugt, dass das Radio zu „grösster Denkfaulheit und Phantasiearmut“ führt. Willhelm Hoppe kritisierte 1956 insbesondere Eltern, die nicht wissen, „was sie ihren Kindern antun“ beim Kauf von Comics. Denn Comics „töten die Phantasie“. Und auch das Fernsehen ist kein harmloser Zeitvertreib, sondern eignet sich gemäss Jerry Mander hervorragend „zur Gehirnwäsche“.

Neue Medien machen uns offensichtlich vergesslich, dumm, unglücklich – und natürlich süchtig danach. Wie sieht es mit dem Internet aus? Der beste Kommentar (als Text, Link, Zitat, Bild usw.) auf diesen Post, der erklärt, wieso wir uns vor dem neuen Medium Internet fürchten müssen, gewinnt ein Blacksocks-Abonnement im Wert von CHF 98.

„Einsendeschluss“ ist der 8. April 2011. Vergessen Sie nicht, eine E-Mail-Adresse anzugeben, damit der Gutschein dem Gewinner zugesandt werden kann.

Zitate aus der sehr empfehlenswerten Ausstellung HOME – Willkommen im Digitalen Leben im Stapferhaus Lenzburg.

Yourposition bietet neue SEO-Analysen mit Searchmetrics

Mittwoch, 9. März 2011 | Von: | Kategorie: Medienmitteilungen | 0 Kommentare

Yourposition wird neuer Premium Partner von Searchmetrics. Als führender Spezialist für Suchmaschinenmarketing in der Schweiz bietet Yourposition damit neue Dienstleistungen im Bereich Suchmaschinenoptimierung. Im Zentrum steht hierbei die Nutzung der Software Searchmetrics Suite, die detaillierte SEO-Analysen sowie umfassende Markt- und Konkurrenzuntersuchungen erlaubt.

Durch den Einsatz der Searchmetrics Software kann Yourposition ihren Kunden zahlreiche Zusatzanalysen liefern und auf Veränderungen im SEO-Umfeld umgehend reagieren. Yourposition betreut seit 2003 namhafte Kunden verschiedener Branchen und Grössen und ist eine der führenden Suchmaschinenmarketing Agenturen in der Schweiz.

„Als führende Agentur für Suchmaschinenmarketing haben wir ein grosses Interesse daran, unsere Dienstleistungen permanent zu erweitern und unseren Kunden mit neusten Technologien den besten Service zu bieten“, so Lukas Stuber, Geschäftsführer von Yourposition. „Besonders wichtig für unsere Entscheidung war, dass die Searchmetrics Suite neuste Suchmaschinenfunktionen berücksichtigt.“

„Wir freuen uns, mit Yourposition eine renommierte Agentur als Partner in der Schweiz gewonnen zu haben“, erläutert Thilo Heller, Director Sales bei Searchmetrics. „Vor allem der hohe Qualitätsanspruch der Agentur überzeugt uns und wir freuen uns darauf, mit Yourposition interessante Projekte in der Schweiz umzusetzen.“

(Medienmitteilung vom 9. März 2011)

Yourposition verzeichnet erfolgreichstes Jahr der Unternehmensgeschichte

Dienstag, 22. Februar 2011 | Von: | Kategorie: Medienmitteilungen | 3 Kommentare

Die Yourposition GmbH, führende Schweizer Spezialagentur für Suchmaschinenmarketing und Web Analytics, hat das Geschäftsjahr 2010 mit dem erfolgreichsten Ergebnis ihrer Geschichte abgeschlossen: Die Agentur konnte u.a. mit Swisscom, Sanitas und der iba ag zahlreiche neue Grosskunden gewinnen. Darüber hinaus wurde das Team um zwei zusätzliche Mitarbeiter erweitert.

In allen Geschäftsbereichen – Google AdWords, Suchmaschinenoptimierung und Web Analytics – verzeichnete Yourposition ein kontinuierliches Wachstum. „Der Schweizer Markt wird zunehmend empfänglicher für systematisch konzipiertes und konsequent durchgeführtes Suchmaschinenmarketing“, so Lukas Stuber, Co-Geschäftsführer von Yourposition. „Das Jahr 2011 ist bereits verheissungsvoll gestartet. Die Aussichten sind infolgedessen mehr als positiv.“

Der anhaltende Erfolgskurs und die Etablierung im Schweizer Online-Marketing führten im vergangenen Jahr auch zu einem Namenswechsel und einem neuen Corporate Design im Sinne einer klareren Markendifferenzierung.

(Medienmitteilung vom 22. Februar 2011)

Wozu Suchmaschinenoptimierung?

Montag, 21. Februar 2011 | Von: | Kategorie: Suchmaschinenoptimierung | 2 Kommentare

Es ist etwas faul im Staate SEO: Seit jeher dem Manipulationsverdacht ausgesetzt, erhält die Marketing-Disziplin der Suchmaschinenoptimierung in jüngster Zeit schlechtere Presse denn je. Content-Farmen und Link Spam, so heisst es, verseuchen die Google-Treffer immer mehr.

In Sachen SEO gings zu Beginn des Jahrs 2011 hoch her:

SEO hat ein Reputationsproblem, einmal mehr, und mehr als sonst. Manches in den oben verlinkten Berichten mag zutreffen, anderes ist simplifiziert – doch das spielt letztlich keine Rolle. Tatsache ist, dass ein medial multiplizierter Konsens entsteht, Googles Trefferlisten würden immer schlechter, und schuld daran sei die SEO-Gilde, resp. Googles wachsende Unfähigkeit, dem Treiben jener Gilde Herr zu werden. Angesichts der diversen Vorfälle kann man das sogar verstehen, und der Verweis von Googles Matt Cutts auf noch schlechtere Treffer aus dem Jahr 2000, Googles manuelles Eingreifen im Fall JCPenney oder die auffällig zeitnahe Lancierung einer Chrome Extension gegen Spam untermauern die Diagnose eher, als dass sie damit hinfällig würde. Vom polarisierenden «Bing Sting» ganz zu schweigen.

Haben die Google-Treffer wirklich an Qualität eingebüsst? Ich finde nicht, aber möglich wärs.

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Auf der Suche nach Pianisten – oder: Warum Google immer schlauer wird

Freitag, 14. Januar 2011 | Von: | Kategorie: Suchmaschinenoptimierung | 3 Kommentare

Wertvolle organische Suchergebnisse sind das Kerngeschäft jeder Suchmaschine. Wer keine brauchbaren und thematisch relevanten Suchergebnisse liefert, kann auch als Werbeplattform schnell einpacken. Kein Wunder daher, dass bei Google & Co. so ziemlich alles transparent ist – ausser dem Ranking-Algorithmus. Weswegen der Run auf Top-Platzierungen massgeblich von der Frage geleitet wird, wie dieser Algorithmus wohl aufgebaut ist. Zentrale Fragestellung dabei immer: Wie entscheiden Suchmaschinen über die Relevanz einer Seite?

Lange Zeit hatten Optimierer eine denkbar einfache – um nicht zu sagen: banale – Antwort auf diese Frage: Keywords. Kommt das gesuchte Wort auf der Seite vor, dann ist die Seite auch relevant. Es liegt auf der Hand, dass bei einer derart simplen Konstruktion der Missbrauch in Form von Keyword Stuffing schon vorprogrammiert war. Ebenso offensichtlich, dass Suchmaschinenalgorithmen womöglich etwas komplizierter funktionieren – zumal das Augenmerk von SEO-Spezialisten in den letzten Jahren weitestgehend auf einem anderen Faktor lag: Links.

Klavierspieler oder Pianist?

Die Platzierung von Keywords scheint also nicht der Weisheit letzter Schluss. Ein Beispiel beweist dies: Pünktlich zum Jahresanfang fehlt mir noch ein neuer unrealistischer Vorsatz für 2011. Da sich meine musikalische Früherziehung auf die korrekte Fingerstellung bei Blockflöten beschränkte, ist mein Plan schnell gefasst: Klavierunterricht. Um mich bereits jetzt auf meine Ersatzkarriere angemessen vorbereiten zu können, lasse ich mich von den Grossen der Branche inspirieren und mache mich mittels Google auf die Suche nach Klavierspielern.



Moment. Obwohl ich ziemlich eindeutig nach „klavierspieler“ suche, liefert Google mir mit dem Wikipedia-Eintrag an oberster Stelle ein organisches Suchergebnis, auf dem lediglich von Pianisten die Rede ist. Zugegeben: inhaltlich mag der Unterschied nicht sonderlich gross sein – aber woher weiss Google das? Die Platzierung des Keywords auf der Suchergebnisseite scheint jedenfalls nicht den Ausschlag für ein Top-Ranking zu geben. (Ein Schauder überfällt mich: Kennt Google jetzt also doch meine Gedanken? Oder Wikipedia? Oder das Internet überhaupt?)

Üblicherweise verweisen die Interpreten des Google Algorithmus‘ an dieser Stelle auf Links. Wo das Keyword auf der Seite nicht zu finden ist, wird es ausserhalb der Seite vermutet. Nicht auszuschliessen in der Tat, dass einige Websites mit dem Begriff „Klavierspieler“ auf die Wikipedia-Seite „Pianist“ verlinken. Die Erfolgs- und Misserfolgsgeschichte von „miserable failure“ zeigt jedoch deutlich, warum eine solche Argumentation ins Leere laufen muss. Zur Amtszeit von George W. Buch jr. verwies im Jahr 2003 eine Vielzahl an Links mit diesem Text auf die Homepage des Weissen Hauses – weswegen die Seite für diesen Begriff entsprechend hoch rankte. Google hat diesen Denkfehler längst behoben: eine hohe Anzahl gleichlautender keywordhaltiger Links reicht für eine hohe Platzierung nicht aus – vor allem dann nicht, wenn das Keyword auf der eigentlichen Seite gar nicht vorkommt.

Umso verwunderlicher also, dass ich auf der Suche nach Klavierspielern nur Pianisten finde.

Themen statt Keywords

Amerikanische Suchmaschinenspezialisten des Unternehmens SEOmoz haben vor einigen Monaten an ein Modell erinnert, das eine andere mögliche Erklärung für ein solches Ranking-Verhalten ins Feld führt. Sie stützen sich auf einen im Jahr 2003 vorgestellten mathematischen Ansatz, der die Relevanz eines Dokumentes an die Wahrscheinlichkeit seiner Zugehörigkeit zu einem oder verschiedenen Themen knüpft: Latent Dirichlet Allocation. Und ab jetzt wird’s kompliziert.

Denn ein Dokument – oder eine Webseite – besteht üblicherweise aus mehr als einem Wort. Und ein Wort lässt sich normalerweise mehr als nur einem Thema zuordnen. Leicht vorstellbar, dass die thematische Modellierung eines durchschnittlich komplexen Textes nicht ganz banal ist. Weshalb die mathematische Formel zur Beschreibung der Wahrscheinlichkeit P, dass ein Wort W aus einem Wortschatz V in einem Dokument mit K verschiedenen Themen zu einem Thema Z gehört, dann auch so unmittelbar einleuchtend ist:

Aha. Der Ansatz scheint auf den ersten Blick komplex genug, um als Basis für einen Ranking-Algorithmus zu taugen. Eine Webseite wäre demzufolge erst dann für eine Suchanfrage relevant, wenn sie den gleichen Themenfeldern zuzuordnen ist wie die Suchbegriffe – unabhängig davon, ob die Keywords tatsächlich wortwörtlich auf der Seite auftauchen.

In jedem Fall scheint es lohnenswert, diesen Ansatz weiter zu verfolgen – zumal (im Fall Google) die Zukunft des berühmten PageRank wegen auslaufenden Patentrechten und ausbleibendem Update ungewiss ist. Erste empirische Untersuchungen zeigen auffällige Korrelationen zwischen der besagten Latent Dirichlet Allocation und dem Ranking der Google Suchergebnisse.

Und jetzt?

Komplizierte Vorüberlegungen führen zu einem recht einfachen Fazit: mit dem schematischen Platzieren von Keywords ist es bei dem zunehmend komplexer werdenden Thema Suchmaschinenoptimierung nicht getan. Content Manager sollten vielmehr auch auf die Platzierung von Begriffen achten, die das thematische Umfeld möglichst präzise umreissen. Kurz: wer über den Gotthardtunnel schreibt, sollte neben Gotthard auch die Wörter Tunnel, Pass und Stollen verwenden – und auf Musik, Band oder Steve Lee möglichst verzichten. Völlig revolutionär ist diese Erkenntnis am Ende nicht, führt sie doch (nach einigen Umwegen) zurück zum massgeblichen Kriterium für die Qualität einer Webseite – einzigartiger und hochwertiger Inhalt. Wozu dann doch wieder Keywords gehören.

 
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