Kein Goal ohne Assists – Google Analytics Multi-Channel Funnels

Dienstag, 1. November 2011 | Von: | Kategorie: Web Analytics | 1 Kommentar

In der Vergangenheit wurde der Erfolg von Google AdWords und anderen Kampagnen auf der Basis “Last Click Wins” gezählt. Mit der Lancierung der Multi-Channel Funnels in Google Analytics ist Schluss mit dieser unvollständigen Betrachtung: Die Touchpoints und die Beeinflussung der Werbe- und Kontaktkanäle im Customer Journey können visualisiert und analysiert werden. So wird der tatsächliche Wert von Kampagnen und Besucherquellen sichtbar. Unsere Präsentation an der Online Marketing Konferenz zeigt, wie die Multi-Channel Funnels in der Praxis angewendet und verfeinert werden, um Werbeausgaben besser zu steuern.

Fallstudie: Google Store Locator für Schild AG

Freitag, 25. Juni 2010 | Von: | Kategorie: Google AdWords, In eigener Sache | 0 Kommentare

Vor Kurzem hat Google eine Fallstudie über die AdWords-Kampagne der Schild AG publiziert:

Google Fallstudie: Schild AG – eng verzahnter Retailer: Online Shop und klassischer Filialhandel (PDF, ca. 1.1 MB).

Diese Fallstudie freut uns besonders, da wir – Full Disclosure – die verantwortliche Agentur hinter dem studierten Fall sind. Im November 2009 nämlich lancierte Schild AG (gegründet immerhin 1922) seinen Online Shop, und wir kreierten unter anderem die begleitende AdWords-Kampagne.

Dabei stand einerseits die Online-Verkaufsförderung im Zentrum, aber auch der ROPO-Effekt sollte genutzt werden. Wie stark jene Bewegung von Online-Recherche zu Ladenkauf im Modebereich ausfällt, lässt sich schwer beziffern: Der neu lancierte Consumer Commerce Barometer setzt ihn bei erstaunlich tiefen 7% an, eine GfK-Studie aus dem Jahr 2009 bei deutlich realistischeren 48% - eine Differenz, die auf stark unterschiedliche Erhebungsmethoden und Fragestellungen zurückgeht.

Aber dass Modekäufer online recherchieren, kann nicht bezweifelt werden – und genau dort setzte ein Teil unserer Kampagne an: Mit Hilfe des AdWords Store Locators hinterlegten wir die Adressen der 33 Schild-Modehäuser, und in Abhängigkeit des User-Standorts werden sie als Anzeigenerweiterung angezeigt:

Schild AG: AdWords Store Locator

Und das nicht nur bei der Suche nach dem Brand Schild an und für sich, sondern bereits auf generischer Ebene: Der obige Screenshot basiert auf der Suche nach [damenmode]. Viel enger lassen sich On- und Offline-Welt nicht verzahnen.

Web Analytics: Google dominiert, Schweiz hat Nachholbedarf

Donnerstag, 4. März 2010 | Von: | Kategorie: Web Analytics | 6 Kommentare

Vor ziemlich genau zwei Jahren untersuchten wir, welche Tracking Tools die Websites des NET-Metrix-Panels einsetzen. Jetzt haben wir die Studie auf einer sehr viel breiteren Datenbasis wiederholt: Anhand von 812 Schweizer Websites unterschiedlichster Grösse und Ausrichtung haben wir erhoben, wie hierzulande client-seitige Webanalyse-Tools wie Google Analytics, Xiti, WebTrends und andere eingesetzt werden.

Die zwei zentralen Ergebnisse:

  1. Der Schweizer Markt hat Nachholbedarf: Bei einem Drittel aller geprüften Websites liess sich kein Mess-Tool identifizieren. Im Segment der Online Shops beträgt dieser Wert sogar überdurchschnittlich hohe 35% (USA: 12%!).
  2. Google Analytics dominiert den Markt: In 8 von 10 Fällen, in denen ein client-seitiges Tracking Tool genutzt wird, handelt es sich um Google Analytics. 

Download: Web Analytics in der Schweiz (PDF, 170 KB)

Die Dominanz von Google Analytics überrascht nicht: Die Software ist leistungsfähig und gratis. Zugleich aber besteht ein Widerspruch zum medialen Diskurs, in dem unter dem Schlagwort «Datenkrake» gerade auch Googles Tracking Tool regelmässig Kritik erfährt. Aber seitens der Website-Betreiber scheint man den Handel «Business-Daten gegen Mess-Tool» mehrheitlich positiv zu bewerten: Google Analytics wird heute in praktisch allen Bereichen des Schweizer Webs von der absoluten Mehrheit der Unternehmen eingesetzt:

Eine leichte Ausnahme bilden die Grossunternehmen: Während Medien-Sites, Online Shops und andere das Gratis-Tool von Google in jeweils mehr als 50% der Fälle installiert haben, trifft das bei Grossfirmen nur auf 40% der Websites zu. Öfter als andere Firmen setzen Grossunternehmen – möglicherweise aus datenschützerischen Überlegungen – kostenpflichtige Lösungen vor allem von WebTrends oder Omniture ein.

Werden die Daten auch genutzt?

Was die vorliegende Studie nicht beantworten kann: Nutzen die Unternehmen, die Tracking Tools verwenden, die anfallenden Daten zur Optimierung ihrer Websites und Prozesse, oder produzieren sie vielfach nur Daten auf Halde? Letzteres erscheint wahrscheinlich: Der zielorientierte und konsequente Einsatz von Web-Analytics-Methoden dürfte in einem Markt, in dem jeder dritte Website-Betreiber auf client-seitiges Tracking verzichtet, vorerst eine Seltenheit darstellen.

Zertifizierung für Google Analytics

Mittwoch, 4. März 2009 | Von: | Kategorie: Web Analytics | 0 Kommentare

Gestern im Google Analytics Blog lanciert, habe ich heute die Zertifizierung zum Google Analytics Individual abgelegt.

Google Analytics Individual Qualification (IQ)

Viel interessanter als der eigentliche Test (70 Fragen, die in 90 Minuten zu beantworten sind), ist die Conversion University mit der man sich die Grundlagen erarbeiten kann (Tipp: in englische Version wechseln!).

Google Analytics und der Kassensturz

Dienstag, 11. November 2008 | Von: | Kategorie: Web Analytics | 2 Kommentare

Einen mittelgrossen Skandal wittert der «Kassensturz» des Schweizer Fernsehens, wie die Tagesschau vermeldet: Viele Website-Betreiber legen nicht offen, dass sie Google Analytics verwenden. Dass sehr viele Websites Google Analytics verwenden, haben wir bereits Anfang Jahr berichtet [1,2] und haben das sogar ohne die ETH rausgefunden. Nur verstehen wir die Aufregung nicht wirklich und sind gespannt auf den Bericht heute abend (SF1, 21:05).

Unabhängig davon raten wir unseren Kunden seit eh und je, einen Hinweis im Impressum oder in den Datenschutzbestimmungen anzubringen, wie das auch die Nutzungsbedingungen von Google Analytics vorsehen. Hier gibt es die Textvorlage in D, F, I und E für einen Datenschutz-Hinweis für Google Analytics (PDF).

Noch ein Tipp: Wer im Browser einen Hinweis auf installierte Web Analytics und andere Tracking Tools erhalten möchte, dem empfehlen wir die praktische Firefox-Erweiterung WASP (Web Analytics Solution Profiler).

Microsoft adCenter Analytics

Dienstag, 4. März 2008 | Von: | Kategorie: Web Analytics | 0 Kommentare

Die kostenlose Web-Analytics-Lösung aus dem Hause Microsoft, früher als Project Gatineau bekannt, hat ein Update erfahren und wurde unter dem wenig originellen Namen Microsoft adCenter Analytics neu lanciert. Drei Highlights:

Überblick dank Kampagnen-Timeline
adCenter Analytics Timeline ReportNeben der Verknüpfung mit Microsoft adCenter können auch Kampagnendaten von Google AdWords und Yahoo Search Marketing importiert werden.
Welche Kampagnen in einem bestimmten Zeitraum wie erfolgreich aktiv waren, zeigt der Timeline Report auf einen Blick.

Die Treemap deckt auf
adCenter Analytics TreemapDie Treemap verschafft einen schnellen visuellen Überblick über den wichtigsten Content: Über Grösse und Farbe der Felder werden zwei Werte aufs Mal sichtbar, wie beispielsweise hier Visits und Bounce Rate.
So lassen sich Abweichungen oder Gegensätze leicht aufdecken, also z. B. gut besuchte Seiten mit hoher Bounce Rate.

Auto-Tagging für einen schnellen Start
Um beim Einbau des Tracking Codes zu helfen, hat Microsoft ein Tool entwickelt, dass das Page Tagging über FTP für statische Sites automatisch übernimmt. Ob sich das in der Praxis bewährt, darf bezweifelt werden, der Ansatz ist aber vielversprechend und wird hoffentlich auch von Google Analytics aufgegriffen.

Microsoft adCenter Analytics nennt sich immer noch Beta. Um einen Account zu bekommen, muss man sich hier erst registrieren.

[Quellen: Ian Thomas, adCenter Blog]

Alles über XML-Sitemaps

Mittwoch, 16. Januar 2008 | Von: | Kategorie: Suchmaschinenoptimierung | 0 Kommentare

Googles Webmaster Central Blog hat alles, was man über XML-Sitemaps wissen muss, in den ganz praktischen Sitemaps FAQs zusammengefasst. Die wichtigsten Punkte:

  • Sitemaps sind keine Garantie dafür, dass sämtliche URLs gecrawlt und indexiert werden. Sie helfen aber Google (und auch Yahoo und Microsoft) URLs zu entdecken, die nicht über Links zugänglich sind.
  • Eine XML-Sitemap hat keinen Einfluss auf das Ranking. Werden jedoch mehr URLs indexiert, steigt auch die Präsenz und Sichtbarkeit in Suchmaschinen.
  • Die optionalen Meta-Daten wie Priorität oder Häufigkeit der Aktualisierung sind relative Angaben für die jeweilige Site und ändern nichts am Ranking.
  • Nur RSS- oder Atom-Feeds als Sitemaps zu verwenden ist nur beschränkt eine gute Idee: Feeds enthalten in der Regel lediglich die aktuellsten URLs.
  • Hinweise zum Umgang mit mehreren Sitemaps für eine Domain und einer Sitemap für mehrere Domains.

Durch zahlreiche Links zu weiterführenden Infos sind die FAQs ein Bookmark wert. Und: In einigen Tagen dürfte es hier auch eine deutsche Übersetzung geben. Update: Die deutsche Übersetzung des Beitrag gibt es hier.

 
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